Digitales Zahnröntgen

Zahnröntgen

Durch digitales Dentalröntgen können wir die Zahngesundheit Ihres Tieres genau beurteilen und vorhandene Zahnschäden auch unterhalb des Zahnfleischniveaus sicher und schnell diagnostizieren. Denn die meisten krankhaften Veränderungen befinden sich im äußerlich nicht sichtbaren Bereich der Wurzeln und des Zahnhalses, wie beispielsweise die resorptiven Läsionen bei Katzen (FORL) oder die Wurzelspitzenabszesse der Eckzähne bei Hunden. Nur über bildgebende Verfahren kann das Ausmaß der Erkrankung korrekt erfasst und dementsprechend therapiert werden.

Vorgehensweise

Für das intraorale Zahnröntgen legen wir einen passenden Röntgenfilm in die Maulhöhle des sedierten Tieres ein und fertigen ein Bild von den Zahnwurzeln, dem Knochen und dem Zahnhalteapparat an. Die Strahlenbelastung ist bei dem intraoralen digitalen Röntgen extrem gering und das Röntgenbild kann innerhalb weniger Sekunden entwickelt werden. Dann erscheint es in digitalisierter Form sofort auf dem Bildschirm und ist die Grundlage für den sich anschließenden individuellen Therapieplan. Stellen wir krankhafte Veränderungen in der Maulhöhle fest, können wir das einmal sedierte Tier gleich weiterbehandeln, wenn Sie es wünschen.

Therapie

Je nach Befund müssen die erkrankten Zähne meist gezogen werden. Sowohl Hunde als auch Katzen kommen erstaunlich gut zurecht, wenn ein oder mehrere oder sogar alle Zähne gezogen werden müssen. Ein therapeutischer Sonderfall hinsichtlich Zahnextraktionen tritt bei der Katze auf. Denn wie schon erwähnt, leiden Katzen häufig unter sehr schmerzhaften Zahnresorptionen mit Auflösung der Zahn- bzw. Wurzelsubstanz. Nur durch die Röntgendiagnostik ist eine Einteilung der erkrankten Zähne in FORL Typ 1 oder 2 möglich, was aber für die weitere Zahnbehandlung eine wichtige Rolle spielt. Denn bei FORL Typ 2 gibt es durch die sog. Ankylosierung, einem Verknöcherungsprozess, keine Grenzen mehr zwischen Kiefer und Wurzel des betroffenen Zahns. So müssen zwar in beiden Fällen der FORL die erkrankten Zähne extrahiert werden, doch ist bei Zähnen mit FORL-Erkrankung vom Typ 2 eine weniger traumatische Kronenamputation meist ausreichend, um die Entzündung des Zahnfleisches zu beheben und dadurch Schmerzfreiheit zu erreichen.

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