Erkrankungen des Herzens

Ursachen

Herzerkrankungen beginnen meist schleichend ohne erkennbare Symptome und entstehen durch Veränderungen am Herzmuskel und den Herzklappen. In der Folge kommt es zu einer Minderung der Herzleistung. Unter den älteren Patienten ist jeder zehnte Hund und jede fünfundzwanzigste Katze betroffen.

Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage, die vom Körper zur Versorgung der Organe benötigte Blutmenge in den Kreislauf zu pumpen.

Bei kleinen Hunderassen sind degenerative Veränderungen an den Herzklappen die häufigste Ursache. In der Folge schließen sie nicht mehr richtig, sodass während des Herzschlags ein Teil des Blutes zurück in den Vorhof fließt statt zu den Organen im Körper.

Bei großen Hunderassen, wie z.B. Dobermann, Dogge oder Boxer tritt häufiger eine Herzmuskelerkrankung, die sogenannte dilatative Kardiomyopathie auf. Das Herz vergrößert sich und leiert aus, pumpt schwach und versorgt die Organe unzureichend mit Blut.

Folgen

Wenn das Herz in seiner Funktion eingeschränkt ist, werden die Gewebe nicht mehr richtig durchblutet. Daraufhin reagieren die Nieren kompensatorisch und halten Natrium, Chlorid und Wasser zurück. Das führt zu einem erhöhten Blutvolumen und gesteigertem extrazellulären Flüssigkeitsvolumen, um eine bessere Gewebedurchblutung zu ermöglichen. Dauert dieser Zustand länger an, kommt es durch die übermäßige Wasserretention zu Ödemen und Bluthochdruck. Das belastet das geschwächte Herz noch mehr.

Symptome

Die Anzeichen einer Herzerkrankung sind Leistungsschwäche und Husten, schnellere Atmung, plötzliche Ohnmachtsanfälle und nächtliche Unruhe. Auch eine blaue Zunge als Symptom für eine schlechte Sauerstoffversorgung bzw. eine Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum (Aszites) oder im Brustraum (Lungenödem) sind kennzeichnend. Oft leiden die Tiere an Appetitlosigkeit und nachfolgend an Gewichtsverlust. Katzen kompensieren ihre Erkrankung für eine lange Zeit und zeigen erst im Endstadium Symptome einer Herzerkrankung, wie z.B. Hecheln. Manchmal kann es bei Ihnen auch zu Lähmungserscheinungen in den Hinterbeinen oder einem unregelmäßigem bzw. schnellem Herzschlag kommen.

Vorsorge

Beim jährlichen Gesundheits-Check überprüfe ich immer die Funktion des Herzens. Dabei untersuche ich die Blutfüllungszeit der Schleimhäute, den Puls, den Herzschlag, den Herzrhythmus, die Herztöne und die Geräusche der Lunge. Ergibt sich ein Hinweis auf eine Herzerkrankung, veranlasse ich weitergehende Untersuchungen bei einer Kardiologin.

Therapie

Es gibt Herzmedikamente, wie z.B. ACE-Hemmer, die durch ihre blutdrucksenkende Wirkung das erkrankte Herz entlasten und den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Auch Medikamente, die die Herzkraft stärken sowie entwässernde Mittel (Diuretika) setze ich im fortgeschrittenen Stadium ein, um Ihrem Tier möglichst lange die Lebensfreude zu erhalten.

Herz – Diät

Auch die Ernährung des Tieres spielt eine große Rolle. Achten sie auf eine angemessene Energiezufuhr und vermeiden Sie Übergewicht.

Zusätzlich kann eine natrium-arme Diät das kranke Herz unterstützen, um die Flüssigkeitsansammlung im Organismus zu vermeiden und die Arbeit des Herzens zu erleichtern.

Ich berate Sie ausführlich!