Rund- und Bandwürmer bei Hund und Katze

Die Infektion mit Endoparasiten

Im Wald, auf der Wiese oder sogar im eigenen Garten: Ihr Haustier kann sich überall und auf verschiedenste Weise mit Würmern anstecken. Am häufigsten ist die orale Ansteckung, wie z.B. durch das Auflecken von Rundwurmeiern oder – Larven aus der Umgebung.  Durch das Fressen infizierter Zwischenwirte wie Mäuse, Vögel oder Flöhe können sich die Tiere mit Bandwürmern infizieren.

Bei der perkutanen Infektion dringen Hakenwurmlarven auch durch die Haut in das Tier ein und können bei der Wanderung durch die unterschiedlichen Organe des Wirtes erheblichen Schaden anrichten.

Junge Welpen stecken sich nicht nur als Ungeborenes im Körper der Mutter mit Spulwürmern an, sondern auch nach der Geburt durch die Muttermilch. Ruhende Larven, die sich nämlich im Körpergewebe des Muttertieres abgekapselt haben, werden unter den hormonellen Einflüssen während der Trächtigkeit der Mutter mobilisiert und erreichen über das Blut die Gebärmutter und die Milchdrüsen und infizieren darüber die Welpen.

Rund- und Bandwürmer

Die wichtigsten Rundwürmer für Hund und Katze:

  • Hakenwürmer
  • Spulwürmer
  • Peitschenwürmer

Rundwürmer sind fadenförmige Würmer und haben eine Größe von 1 Millimeter bis hin zu 25 Zentimetern. Sie siedeln sich im von Hund und Katze dauerhaft an und produzieren bis zu 200.000 Eier am Tag, die mit dem Kot des Haustieres ausgeschieden werden. Diese Eier sind in der Umwelt sehr widerstandsfähig und können dort bis zu 2 Jahre überleben.

Die wichtigsten Bandwürmer für Hund und Katze:

  • Gurkenkernbandwurm
  • Fuchsbandwurm
  • Taenien und Mesocestoides

Bandwürmer verdanken ihren Namen der flachen, bandartigen Körperform und leben im Dünndarm von Hunde und Katze. Zu ihrer Vermehrung benötigen sie einen Hauptwirt, z.B. unser Haustier,  und einen Zwischenwirt, z.B. Flöhe, Nagetiere, Wildtiere und Schweine. Im Zwischenwirt lebt eine Art Larvenstadium, die sogenannte Finne, über die sich Hund und Katze infizieren, wenn sie das rohe Fleisch des Zwischenwirtes aufnehmen. Die Finne entwickelt sich im Darm des Endwirtes zum erwachsenen Bandwurm. Von Zeit zu Zeit werden einzelne Bandwurmglieder mit dem Kot ausgeschieden und können dann als reiskornähnliche Gebilde am Anus von Hund und Katze wahrgenommen werden.

Diagnose

Die Infektion mit Endoparasiten verläuft insbesondere im Anfangsstadium völlig unbemerkt. So hängen die Symptome stark von Alter, Gesundheitszustand und Widerstandsfähigkeit Ihres Tieres ab. Nur bei sehr starkem Befall können Würmer erbrochen werden oder Eier im Kot des Tieres zu finden sein. Fehlen typische Krankheitsanzeichen, heißt das nicht, dass Ihr Tier keine Parasiten hat.

Bei der mikroskopischen Untersuchung des Tierkotes werden die Faeces mittels Flotationsverfahren auf Parasiten-Eier und Larven untersucht. Das Ergebnis ist sehr zuverlässig, wenn der Nachweis von Wurmstadien gelingt. Dann ist Ihr Tier auf jeden Fall von Würmern befallen und sollte schnellstmöglich entwurmt werden. Ist die Kotuntersuchung negativ, können Sie leider nicht ganz sicher sein, ob Ihr Haustier wirklich keine Endoparasiten hat. Denn die Wurm- Eier werden nur unregelmäßig ausgeschieden und befinden sich je nach Entwicklungsstadium des Wurmes nicht immer im Kot Ihres Haustieres. Die Untersuchung einer Sammelkotprobe von drei Tagen oder eine wiederholte Untersuchung können zuverlässigere Ergebnisse  liefern.