Tierpunkt April 2014

Myxomatose: Impfung schützt Ihr Kaninchen

Kaninchen werden in der Regel gegen Myxomatose und RHD (Chinaseuche) geimpft. Auch gegen Kaninchenschnupfen gibt es einen Impfstoff.

Ansteckungsgefahr auch für Wohnungskaninchen

Unsicher sind sich manche Tierhalter, ob eine Impfung gegen Myxomatose für Kaninchen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden überhaupt vonnöten ist. Ganz klar sind diese Tiere ebenfalls gefährdet. Beispielsweise wird das Myxomatose- Virus auf viele Arten übertragen: durch blutsaugende Insekten wie Kaninchenfloh oder Stechmücke sowie durch Milben, Zecken oder Läuse. Das Virus gehört zur Familie der Pockenviren. Möglich ist auch eine Übertragung mittels Futter: Besonders Grünfutter steht in Verdacht, den Krankheitserreger zu transportieren.Von Kaninchen zu Kaninchen kann die Übertragung erfolgen, auch wenn ein Tier am Virus nicht erkrankt. Myxomatose kann in wenigen Tagen tödlich verlaufen. Anzeichen einer möglichen Infektion sind zum Beispiel Schwellungen an Augen, Augenausfluss, Ödeme.

RHD – für alle Kaninchen bietet nur die Impfung den sicheren Schutz

Auch das RHD-Virus (Calcivirus) wird durch blutsaugende Insekten übertragen und kann ebenfalls über das Futter das Kaninchen infizieren. Kontaminiertes Frischfutter und Schuhsohlen der Besitzer können auch zur Ansteckung der tödlichen Krankheit führen. Eine Übertragung funktioniert über eine Tröpfcheninfektion von Tier zu Tier (Kot, Urin, Speichel). RHD ist nicht heilbar, die meisten Tiere versterben in kurzer Zeit, oftmals erleiden sie den Erstickungstod. In der Regel erfolgt in der Tierarztpraxis eine Impfung frühestens ab der 4. – 6. Lebenswoche. Zur Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfung informiert Sie Ihr Tierarzt umfassend. Grundsätzlich erfolgt vor der Impfung eine gründliche Allgemeinuntersuchung.

Frisches Gras kann lebensbedrohlich sein!

Wenn Kaninchen- und Meerschweinchenfreunde ihre Tiere im Sommer in ein Außengehege umsiedeln, lockt die Tiere das frische grüne Gras. Doch Vorsicht: Sind die Tiere nicht vorher langsam an das Gras gewöhnt worden, entstehen schnell schmerzhafte Blähungen, die lebensbedrohlich sein können. Es handelt sich um die so genannte Trommelsucht, auch Blähsucht oder Tympanie genannt. Meist ungewohntes Frischfutter, aber auch Trockenfutter verursachen die Trommelsucht. Ebenso gespritztes, nicht sorgfältig abgewaschenes Gemüse oder Obst sowie nicht abgetrocknetes Gemüse und Grünfutter können die Ursache sein. Faktoren, die Darmprobleme begünstigen, sind in der Regel Bewegungsmangel und Übergewicht. Beobachten Sie Ihre Kaninchen/ Ihre Meerschweinchen ganz genau. Trommelsucht ist für den Tierhalter nicht ganz einfach zu erkennen. Im Anfangsstadium sitzen Kaninchen rund in der Hocke, oft mit gesträubtem Fell. Die Tiere fressen oft weniger oder auch gar nicht mehr. Der Bauch ist aufgebläht. Werden die Schmerzen größer, trommeln die Tiere meist mit den Hinterläufen. Meerschweinchen tun dies bei einer Tympanie nicht. Bei der Trommelsucht zählt jede Minute. Fahren Sie unverzüglich in die Tierarztpraxis, denn Trommelsucht kann zum Tode führen.

Keine Angst vor der Tierarztpraxis!

Welcher Katzenhalter kennt das nicht: Mieze muss zum Tierarzt, und schon Tage vorher ist die Aufregung groß, denn es ist schon ein Problem, sie überhaupt in den Transportkorb zu verfrachten und beim Tierarzt wieder heraus zu bekommen. Im Wartezimmer dann die erste Panikattacke, und ganz schlimm wird es, wenn der Tierarzt Mieze behandeln muss, und sie sich wie ein Berserker wehrt …Probleme, die sich vermeiden lassen, wenn man den Tierarztbesuch von Anfang an trainiert. Die meisten Katzen verbinden den Arztbesuch mit etwas Unangenehmen, kein Wunder: Sie werden in die ungewohnte Box verfrachtet, die Situation im Wartezimmer macht ihnen Angst und dann piekst der Tierarzt auch noch mit einer Spritze. Darum ist es sehr wichtig, mit der jungen Katze die ersten Male zum Tierarzt zu gehen, ohne dass ihr dort eine Behandlung „droht“. Die ersten Erfahrungen mit dem Doktor müssen positiv sein. Diese Besuche können gut genutzt werden, um Fragen zu Haltung, Fütterung etc. zu klären. Wichtig ist es darüber hinaus, der Katze von Anfang an die Angst vor dem Transportkorb zu nehmen. Nicht erst vor dem Tierarztbesuch sollte dieser für sie präsent sein.

Er sollte als eine Art Höhle immer offen und in Reichweite stehen. So lernt sie, dass das Betreten des Korbes nicht automatisch in einer wackligen Fahrt zum Tierarzt endet, sondern es sich dort angenehm Verstecken oder Ruhen lässt. Zusätzlich schmackhaft gemacht werden kann der Korb mit einer kuscheligen Decke und dem Lieblingsfutter. Allgemein sind geräumige Plastikboxen besser geeignet als geflochtene Körbe, in denen sich die Katze leicht festkrallen kann.

Was sonst noch hilft:

– Das Verhalten des Tierhalters spielt eine große Rolle, denn gerade Katzen sind wahre Meister im Erahnen und Übernehmen von Stimmungen. Ruhe und Gelassenheit erleichtern dem Tier den Besuch beim Doktor.

– Die klagende Katze nicht bemitleiden, das verstärkt die Angst. Besser ist es, ruhig und entspannt zu agieren. Im Zweifel lieber den Tierarzt und seine Mitarbeiterinnen das Tier halten und fixieren lassen, denn sie sind routiniert und unemotional im Umgang mit ängstlichen und wehrhaften Katzen.

– An Berührungen am ganzen Körper und regelmäßige Rituale wie Kontrolle der Ohren,Zähne und Augen, gründliche Fellpflege und auf den Arm nehmen/ hochheben sollte die Katze von klein auf gewöhnt werden.

– Viele Tierärzte bieten auch spezielle Katzensprechstunden an oder haben für Hunde und Katzen getrennte Wartebereiche.

– Hat man ein Tier „aus zweiter Hand“, hat sich die Angst verfestigt oder lässt der Stubentiger sich einfach ungern anfassen, können leichte Medikamente das Tier beruhigen; diese Mittel allerdings nur in Absprache und nach Beratung durch den Tierarzt einsetzen!

Buchtipp: Kätzchen richtig halten

Katzenkinder sind entzückend und zaubern mit ihrer Aktivität, Lebensfreude und Verspieltheit jedem Tierfreund ein Lächeln auf die Lippen. Doch der Zauber der süßen Katzenwelpen sollte nicht vergessen lassen, wie viel Wissen nötig ist, um den Kleinen ein artgerechtes und sicheres Umfeld zu schaffen. Welche Voraussetzungen soll ein guter Katzenhaushalt mitbringen? Was ist bei der Fütterung zu beachten? Wie erkenne ich Verhaltensauffälligkeiten? Wie sichere ich den Haushalt vor eventuellen Gefahren? Fragen, die der Ratgeber kompetent beantwortet. Artgerecht bedeutet auch, am besten ein Geschwisterpaar aufzunehmen. Kleine Kätzchen spielen hervorragend miteinander. Verhaltensauffälligkeiten durch Langeweile oder Einsamkeit sind so ausgeschlossen. Die Autorin, Susanne Vorbrich, lebt seit 15 Jahren mit Katzen zusammen und ist im Tierschutz aktiv. „Ein Katzenkind kommt ins Haus“ ist ein Buch, das „Katzenanfänger“ auf jeden Fall lesen sollten.

Blick-Punkt: Gute Speise im Napf

Ab und zu möchte ich auch mal etwas Frisches im Napf. Also, ich meine, nicht immer dieses Dosenfutter – ist ja alles sehr gehaltvoll und schmackhaft. Dennoch: Gegen ein schönes zart gekochtes Hähnchen-Geschnetzeltes habe ich nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil: Das gehört unbedingt auf den Speiseplan! Letztens war es wieder soweit: Herrlich, dieser Duft, die Vorfreude auf das weiße, zarte Fleisch. Sie müssen wissen, dass ich ein Genießer bin. Deshalb habe ich ein festes Ritual, wie ich mein Gourmetfressen verzehre. Mein menschliches Personal weiß genau: Die erste kleine Portion pflege ich auf einmal zu verspeisen, die zweite teile ich mir dann ein wenig ein und gehe zwischendurch mal in den Garten. Das war dieses Mal fatal. Da ist doch dieses sabbernde Etwas von Hund heimlich an meinen Napf gerobbt und hat sich tatsächlich genüsslich dieses Hühnchen einverleibt. Zu allem Überfluss hat er auch noch mit seiner Zunge die ganze Keramik abgeschleckt. Und wo war Frauchen? Nicht da, wenn man es braucht. Fassungslos schaute ich in den leeren Napf, als ich zurückkam. Und ein genügsames Lächeln umspielte Hundis Schnauze …

Euer Kater Elvis

Ausgabe als PDF speichern