Tierpunkt August 2016

Parasiten-Prophylaxe beim Kaninchen

Kaninchen regelmäßig wiegen – das muss für Tierfreunde selbstverständlich sein. Denn oft ist ein Gewichtsverlust der Hinweis auf eine Erkrankung. Zum Beispiel kündigt sich so die Kokzidiose an, die manchmal auch starken Durchfall verursachen kann. Kaninchenhalter sollten diese Erkrankung kennen.

Was sind Kokzidien?

Kokzidien sind Einzeller, die in der Darmschleimhaut oder in den Gallengängen schmarotzen. Sie entwickeln sich in einem komplizierten Zyklus, an dessen Ende so genannte Oocysten mit dem Kot ausgeschieden werden. Diese reifen innerhalb von ein bis sechs Tagen in der Einstreu und werden dann von den Tieren aufgenommen.

Hilfe aus der Tierarztpraxis

Kokzidiose kann tödlich sein. Der Tierarzt hilft, indem er gezielt Medikamente verabreicht. Doch auch die tägliche, gründliche Hygiene des Geheges und Desinfektion mit heißem Wasser sind wichtig, um die Infektion loszuwerden. Generell gilt: Ein sauberes Gehege hält ungebetene Parasiten fern – empfohlen werden tägliches Entfernen des Kots und die wöchentliche Grundreinigung mit Einstreuwechsel. Grünfutter und Heu sollten nicht mit der Einstreu in Berührung kommen und über Futterraufen angeboten werden. Und: Bevor neue Kaninchen ins Gehege kommen, sollte ihr Kot untersucht werden.

Bluthochdruck: Indiz für eine andere Erkrankung

Auch unsere vierbeinigen Freunde leiden unter Blutdruckveränderungen. Es können, wie beim Menschen, zu hoher (Hypertonie) oder zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) auftreten. In einem Punkt sind Hund und Katze aber anders: Es gibt immer eine Ursache für zu hohen Blutdruck und diesen gilt es in erster Linie zu fi nden und zu behandeln. Nierenerkrankung, Schilddrüsenüberfunktion oder Herzerkrankungen im frühen Stadium sind beispielsweise Erkrankungen, die Bluthochdruck auslösen können. Zur Früherkennung hat der Tierarzt mehrere Möglichkeiten, die Krankheiten zu diagnostizieren. Auch die Blutdruckmessung liefert dem Tierarzt hierbei hilfreiche Informationen. Für den Tierhalter gibt es zwar Hinweise auf einen Bluthochdruck, diese sind aber recht unspezifi sch, zum Beispiel große, weit gestellte Augen, rotes Auge (Blut in der vorderen Augenkammer), plötzliches Erblinden (Anstoßen an Gegenstände, unsicherer Gang), anhaltendes Lautgeben (Maunzen), Appetitlosigkeit, Mundgeruch, schnelle Ermüdung, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Husten, erhöhtes Schlafbedürfnis. Wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, schreitet die auslösende Krankheit viel schneller voran, die Lebenserwartung des Tieres wird verkürzt. Es können Augen, Nieren, Herz und das Gehirn zu Schaden kommen. Übrigens, auch Diabetes, Übergewicht und Schmerzen können Bluthochdruck verursachen. Fragen Sie Ihren Tierarzt!

Überhitzungsgefahr bei Nylonschlaufe

Es gibt Situationen und Orte, wo der Hund einen Maulkorb tragen muss – so in öffentlichen Verkehrsmitteln oder aufgrund der Zugehörigkeit zu einer gelisteten Rasse oder zum Teil im Ausland bei einem Urlaubsaufenthalt. Auch für aggressive und mit Artgenossen unverträgliche Hunde ist der Maulkorb eine Option, um dem Tier Freilauf zu verschaffen. Das Tragen eines Maulkorbes behindert und beeinträchtigt den Hund in der Regel auch nicht sonderlich, wenn er rechtzeitig daran gewöhnt wurde. Doch Achtung: Auf den richtigen Maulkorb kommt es an, denn diesbezüglich können Hundebesitzer viel falsch machen! „Mit Besorgnis sehen wir, dass immer mehr Hunde im Alltag mit Schlaufenmaulkörben herumlaufen. Diese trichterförmigen Maulkörbe aus Nylon sind jedoch nur für den kurzen Einsatz in der Tierarztpraxis gedacht. Sie umschließen das Maul sehr eng und sollen den Hund während der Behandlung am Beißen hindern. Und genau das stellt bei längerer Tragedauer ein gesundheitliches Risiko dar: Der Hund kann sein Maul nicht öffnen und damit nicht Hecheln, was zur Überhitzung des Tieres führt“, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Kleintierpraktiker und Präsident der Bundestierärztekammer. Besonders im Sommer kann das Tragen einer solchen Maulschlaufe also lebensgefährlich für das Tier werden. Hunde haben – außer unter den Pfotenballen – keine Schweißdrüsen, sie senken ihre Körpertemperatur durch das Hecheln. Dabei wird kühle Luft durch die Nase eingesaugt und warme Luft durch das Maul wieder abgeatmet. Beim Ausatmen der Feuchtigkeit entsteht Verdunstungskälte, die es dem Körper ermöglicht, seine Temperatur zu senken. Doch leider werden Hundebesitzer beim Kauf oft schlecht beraten oder entscheiden sich aufgrund des geringeren Preises für einen Nylontrichter. Auch empfehlen einige Internetforen diese ungeeigneten Maulkörbe leider nach wie vor als „für den Hund sehr angenehm“. Dabei ist es gerade wichtig, einen Maulkorb – vor allem, wenn er oft getragen werden muss – gut an die Hundeschnauze anzupassen: Ein Maulkorb muss gut sitzen, sollte nicht zu kurz oder lang sein, darf nicht drücken oder zu locker sitzen. Idealerweise ist er dort, wo er dem Nasenrückens aufl iegt, gepolstert und das Material ist insgesamt leicht – egal ob Metall, Plastik oder Leder.

Textquelle: www.bundestieraerztekammer.de

Kommt nicht – gibt‘s nicht!

Pfeifen, rufen, säuseln, schimpfen, zetern: Befehle mit Nachdruck oder fröhliches Locken – so manch ein Hundebesitzer kennt das hilfl ose Gefühl, am Rand der Wiese zu stehen und seinen schnüffelnden Liebling einfach nicht dazu bewegen zu können, den Rückweg anzutreten. Der neue Ratgeber von Kosmos zeichnet sich dadurch aus, dass er auf den Punkt bringt, welche Faktoren wichtig sind, damit der Rückruf sicher gelingt. Claudia Toll zeigt, wie Mensch und Hund diese Herausforderung meistern können. Praxiserprobte Übungen, speziell für den erwachsenen Hund oder für den Welpen, sollen helfen. Doch nicht nur die Technik ist ausschlaggebend. Der Ratgeber geht u.a. auch darauf ein, dass die „Beziehungsarbeit“ von enormer Bedeutung ist: Viele gemeinsame Unternehmungen schaffen Bindung. Vertrauen im Alltag und gemeinsame Ruhezeiten stärken die Freundschaft. „Kommt nicht – gibt‘s nicht“: ein empfehlenswertes Buch.

Erfahrungen mit den Frauen

Ach, ich liebe meine Freundin Charlotte. Schmusen mit ihr macht am meisten Spaß (hoffentlich liest jetzt Frauchen nicht mit). Charlotte, meine tierische Mitbewohnerin, ist eine schöne Katzendame: graziös, elegant und verspielt – eine tolle Partnerin! Wäre da nicht ein Attribut, das bei ihr immer wieder durchschlägt, mich zur Weißglut treibt und immer wieder für Überrschungen sorgt: Sie ist weiblich! Was das bedeutet? Frauen sind und bleiben ein Mysterium für uns Männer. Voller Anmut schleicht sie um mein Körbchen – dann bin ich hellwach und frage mich, was wir jetzt unternehmen und postwendend bekomme ich mit der Pfote eins auf die Nase und die Dame ist verschwunden…stählernde Nerven sind hier gefragt. Aber was mich am meisten nervt: Neulich habe ich etwas länger gebraucht, um Frauchen begreifl ich zu machen, dass der Napf leer ist. Als Leckeres endlich bereit steht, tänzelt Charlotte einfach an mir vorbei, schiebt ihr Köpfchen neben meins und frisst genüsslich den Napf leer. Ich schaue zu. Mir knurrt der Magen. Ein Mann – ein Wort – ein Gentleman – da muss man(n) durch …

… Euer Elvis

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