Tierpunkt Dezember 2015

Wertvolle Tipps zur Winterruhe

Kornnattern, Leopardgeckos oder Bartagamen ziehen sich für ein bis zwei Monate in die Winterruhe zurück. Von einem tiefen Schlaf kann keine Rede sein, aber die Tiere fressen deutlich weniger und wirken träge. „Es reicht völlig aus, wenn die Tierhalter in dieser Zeit Temperatur und Lichtzufuhr in den Terrarien etwas herunterfahren“, sagt Reptilienexperte und ZZF-Mitglied Jürgen Hoch. Die Beleuchtung sollte schrittweise gedrosselt werden, von 14 auf sieben bis acht Stunden täglich. Hoch empfi ehlt, neben einer Leuchtstoffröhre als Grundbeleuchtung zusätzlich eine UV- und Wärmelampe zu installieren. „Indem man die Wärmelampe später ein- und früher abschaltet als die Grundbeleuchtung, kann man den natürlichen Tagesrhythmus besser simulieren. Im Winter kann sie ganz ausbleiben“, sagt er. Ab Januar können die Reptilienhalter das Licht wieder hochfahren, bis es ab März/April wieder im Normalbetrieb läuft. Keinerlei Winterruhe halten Tiere, die aus tropischen Gebieten stammen, wie Königspythons oder Boas. In einer richtigen Winterstarre befi nden sich derzeit Europäische Landschildkröten. Der Tierarzt sollte hierbei zu Rate gezogen werden. Überwintern können Tierhalter die Schildkröten an einem kühlen Ort, z.B. im Keller. Gut geeignet ist ein separater Kühlschrank mit konstanter Temperatur von ca. 5 Grad. Der Schlafplatz der Tiere sollte mit Humuserde oder Moos ausgestattet sein. Es ist wichtig, den Kühlschrank einmal pro Woche zu öffnen, um frische Luft hineinzulassen. Bei der Überwinterung im Freiland ist eine konstante Temperatur nicht gewährleistet: „Es besteht die Gefahr, dass sie sich an warmen Wintertagen ausbuddeln und bei erneut fallenden Temperaturen nicht wieder schnell genug eingraben“, warnt der Experte. Der Stoffwechsel wäre dann nicht richtig heruntergefahren. Dadurch könnten die Tiere in einen schlechten körperlichen Zustand geraten.

Unser Team wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2016!

Nicht immer endet die Spiellust von Katzen am Weihnachtsbaum glimpflich. Nicht immer bleibt es bei einem Chaos, das man mit einem Schmunzeln beseitigen könnte. Für Tiere sind scharfkantige Gegenstände und zerbrechliche Christbaumkugeln gefährlich. Sie können verschluckt werden oder die Samtpfoten äußerlich verletzen. Selbst Schoko-Anhänger mitsamt Stanniolpapier und Befestigungsdraht sind schon verschluckt worden. Auch Geschenkbänder und Lametta verführen zum Spielen und Hinunterschlucken – sie sind scharfkantig genug, um sich durch den Darm zu schneiden oder sich zumindest so im Magen-Darm-Trakt zu verheddern, dass es zu Darmverschlingungen bis hin zum Darmverschluss kommen kann. Hier hilft in der Regel nur noch schnelle chirurgische Hilfe. Ist ein Stück Lametta am After sichtbar, sollte man es in keinem Fall herausziehen. Hier könnte es zu inneren Verletzungen kommen. Der Tierarztbesuch ist hier vonnöten.

Notdienst-Regelung

Denken Sie daran, bei Ihrer Tierarztpraxis nachzufragen, wie der Notdienst bzw. der Bereitschaftsdienst geregelt ist, welche Notrufnummern Ihnen zur Verfügung stehen. Denn falls ein Notfall eintritt, haben Sie keine Minute zu verschenken. Ihr Praxis- Team gibt Ihnen gerne Auskunft.

Wichtige Hinweise zu Weihnachten & Silvester

Weihnachten wünschen wir uns als entspannte und harmonische Zeit. Damit es nicht noch Kummer und Sorgen um das Haustier gibt und der Heilige Abend für Hund, Katze und Co. nicht in der Notaufnahme des Tierarztes endet, hier einige Tipps: Die Reste des Festbratens gehören nicht in den Futternapf! Das Fleisch ist häufi g viel zu fett und stark gewürzt, außerdem können gegarte Gänse- und Entenknochen splittern und zu inneren Verletzungen führen oder Gräten vom Karpfen empfi ndliche Hunde- und Katzenmägen schwer verletzen. Dunkle Schokolade ist ein Tabu: Je dunkler, das heißt kakaohaltiger die Schokolade, desto größer auch der Theobromingehalt. Der mit dem Koffein verwandte Stoff kann von Hunden und Katzen nur sehr langsam abgebaut werden und wirkt auf sie ähnlich, wie eine Überdosis an Nikotin oder Koffein auf den Menschen. Für Hunde und Katzen sind Rosinen giftig, größere Mengen können zu Nierenschäden führen. Deshalb: Stollen und Weihnachtsgebäck, das getrocknete Trauben enthält, stets außer Reichweite aufbewahren! Ein Raclette-Essen ist gemütlich, für Stubenvögel, die im gleichen Raum leben, aber gefährlich: Die beim Erhitzen der kleinen Tefl onpfännchen freigesetzten Dämpfe sind für Vögel (im Gegensatz zu Säugetieren) giftig. Weihnachtsstern, Stechpalme, Christrose und der Mistelzweig sind für unsere Haustiere giftig.

Sind Katze oder Wellensittich zum Jahreswechsel allein zu Haus, sollten sie im ruhigsten Raum der Wohnung untergebracht werden. Geschlossene Fenster und zugezogene Vorhänge, brennende Lampen und gewohnte Klänge wie Radiomusik oder der laufende Fernseher erleichtern das Alleinsein. Hunde sollten in der Silvesternacht nicht einsam in der Wohnung zurückbleiben. Achtung: Ein Zuviel an Trost und Zuspruch verstärkt bei manchen Hunden und auch Katzen die Angst. Darum besser ruhig bleiben und durch die eigene „Coolness“ dem Tier Selbstvertrauen geben oder versuchen, den Angsthasen abzulenken. Katzen am besten ganz in Ruhe lassen und ihnen Rückzugsmöglichkeiten geben. Bei sehr ängstlichen Hunden und Katzen rechtzeitig einen Tierarzt konsultieren. Er kann den Tieren, wenn nötig, durch die Gabe beruhigender Medikamente das „Leben“ in der Silvesternacht erleichtern.

Geschenke für den Hund

Auch Hunde freuen sich über Weihnachtsgeschenke! Ist man in dieser besinnlichen Zeit bei Hundefreunden zu Besuch, kommt ein selbst gefl ochtenes Fleece-Spielzeug als Geschenk bestimmt prima an. Zahlreiche Bastelideen liefert das Buch „Hundesachen einfach selber machen“: vom Balancierbrett bis zum Hundebett, von Hundedecken bis zu Halsbändern und Leinen, von Spielzeugen bis zu Schnüffelspielen aus Holz. Hier fi ndet jeder Hundehalter einzigartige Anregungen, die zum Gleich-Loslegen animieren. So entstehen individuelle Hundesachen, die es nicht zu kaufen gibt. Der kreative Hundehalter fi ndet genaue Beschreibungen und detaillierte Fotos der einzelnen Arbeitsschritte sowie Material-Listen, Zubehör- und Zeitbedarfsangaben. Ein Buch, das nicht nur Geschenkideen beinhaltet, sondern auch selbst ein schönes Weihnachtsgeschenk sein könnte.

Konsum ist völlig unwichtig!

Weihnachtsstille – dass ich nicht lache! Ich weiß gar nicht, warum die Menschen von „Stille“ sprechen. Bald geht es wieder los mit dem ganzen Stress. In den Städten rennen alle geschäftig mit Plastiktüten durch die Gegend. Und von guter Laune kann man da überhaupt nicht sprechen. Generell geht es im Dezember zur „Weihnachtsstille“, weitaus hektischer zu als in den Monaten zuvor. Wenn ich schon daran denke, wie unser Nachbar mit dem Wagen angerauscht kommt. Als er den Kofferraum öffnet, denke ich nur: „Wow.“ Alles vollgestopft mit Spielzeug und Geschenkpapier. Der arme Kerl hat den Schweiß auf der Stirn. Und dann muss alles noch ungesehen im Keller versteckt werden. Watt für‘n Stress! Jetzt haben die Menschen mal ein paar Tage Zeit für sich und beschäftigen sich mit solchen Dingen anstatt einfach gemeinsam zu entspannen. Da sollten sie sich mal lieber ein Beispiel an uns Tieren nehmen. Wir wissen nämlich ganz genau, wie man den Moment gestaltet: Zum Beispiel ein gepfl egtes Schläfchen auf dem gemütlichen Sofa oder Zusammensein mit guten Freunden. Konsum ist da für uns völlig unwichtig …. es sei denn, es öffnet jemand das Dosenfutter

… Euer Elvis

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