Tierpunkt Februar 2018

Erkältung & Schnupfen beim Kaninchen

Auch Kaninchen können sich eine Erkältung einfangen. Ihr Niesen sollte ein Warnzeichen sein, denn schnell kann aus dem simplen Schnupfen (Rhinitis) eine gefährliche Lungenentzündung (Pneumonie) werden. Deshalb: Halten Sie beim ersten Anzeichen einer Erkältung Rücksprache mit Ihrem Tierarzt. Erkältungskrankheiten können von ganz verschiedenen Bakterien und Viren ausgelöst werden. Wenn Sie die Tiere versorgen, achten Sie auf gründliche Hygiene. Es gibt spezifi sche Umstände, die das Risiko erhöhen, dass Ihr Tier eine Erkältung bekommt. So sind z.B. Standort und Beschaffenheit des Geheges von Bedeutung. Starke Zugluft und trockene Heizungsluft können eine Erkältung begünstigen, aber auch übermäßige Unruhe kann für das Tier Stress bedeuten. Stress ist bekanntlich ein Faktor, der das Immunsystem schwächt, so dass Viren und Bakterien gute Angriffschancen haben. Auch das häufi ge „Auf-den-Arm-nehmen“ oder wildes, ungewohntes Spielen verursachen Stress. Ist das Gehege sauber, haben Bakterien wenig „Spielraum“. Aber nicht übertreiben: In einem stets desinfi – zierten Lebensbereich verlernt der Körper Ihres Tieres, natürliche Abwehrkräfte zu bilden. Es ist sinnvoll, das Gehege regelmäßig mit heißem Wasser auszuspülen. Die Zeitabstände richten sich nach der Gehegegröße und Anzahl der Kaninchen. Ihr Tierarzt gibt gerne Auskunft. Übrigens: Obst und Gemüse stärken die Abwehrkräfte und sind im Allgemeinen gesund. Doch gewöhnen Sie Ihr Tier langsam an das Frischfutter und fragen Sie Ihren Tierarzt, welches sich eignet.

Süßes, giftiges Mittel zieht Tiere magisch an …

Selbst im Februar sind Schnee und Frost nichts Ungewöhnliches – weder hierzulande, noch in höher gelegenen Regionen. Deshalb benutzen zahlreiche Autofahrer „Glysantin“, ein Frostschutzmittel für den Kühler. Für Hunde und (Nasch-) Katzen ist die geruchlose und süßlich schmeckende Substanz Ethylenglycol, die im Frostschutzmittel enthalten ist, verlockend. Aus diesem Grund gilt für Tierhalter äußerste Vorsicht: Sie sollten keine Pfützen nach dem Einfüllen von Glysantin hinterlassen und schon gar keine offenen Behälter in der Garage oder im Haus aufbewahren. Denn nur wenige Milliliter genügen, um einen Vierbeiner tödlich zu vergiften. Im Falle einer Vergiftung ist die Überlebenschance umso größer, je kürzer die Zeitspanne zwischen Giftaufnahme und Behandlung ist. Deshalb muss der Patient möglichst schnell zum Tierarzt. Anzeichen für eine Vergiftung sind starker Durst, vermehrter Harnabsatz, beschleunigte Atmung, Erbrechen oder Krämpfe. Als erste Hilfe kann der Halter seinem Tier Kohletabletten verabreichen, da sie die Aufnahme des Giftes verzögern. Der Tierarzt nimmt meist eine Magenspülung vor oder verabreicht Brechmittel. Infusionen erhalten die Nierenfunktion aufrecht und beschleunigen die Ausscheidung des Giftes. Alkohol – vom Tierarzt in entsprechender Dosis injiziert – wirkt als Gegenmittel.

Beobachten Sie gut das Verhalten Ihrer Katze!

Katzen sind unglaublich individuell und auch bei einer Erkrankung der Schilddrüse sind die Anzeichen unterschiedlich. Die einen Katzen trinken vermehrt, die anderen nicht. Manche sind auffällig nervös, andere nicht. Ein häufi ges Alarmsignal für den Tierhalter ist in dem Fall ein Gewichtsverlust des Tieres bei auffällig gutem Appetit. Das Tückische an dieser Erkrankung ist wie bei vielen: Je früher erkannt, desto besser kann der Tierarzt helfen. Die Schilddrüsenüberfunktion gilt als häufi gste hormonelle Erkrankung bei der Katze. Meist sind Tiere im mittleren bis fortgeschrittenen Alter betroffen. Die Schilddrüse ist meist gutartig vergrößert (Schilddrüsenadenom). Durch das Wuchern der hormonbildenden Zellen werden vermehrt die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) ausgeschüttet. Das hat Auswirkung auf dem gesamten Körper, bespielsweise eine erhöhte Herzfrequenz oder Bluthochdruck. Thyroxin wirkt wie „ein Trainer“, der die Verbrennung von Fett und Zucker sowie Organe und Zellen antreibt. Meist kann medikamentös gut geholfen werden und das Tier erhält wieder die alte Lebensqualität.

Alternativen zu Tabletten kann eine Suspension (Saft) sein sowie ein medizinisches Katzenfutter, das die Katze allerdings dauerhaft mögen und ausschließlich fressen muss. Inwiefern die Alternativen sinnvoll sind, muss der Tierarzt entscheiden. Möglich wäre auch eine Radiojodtherapie der Universität Gießen, wobei die Katze zwei bis drei Wochen in Isolation verbringen müsste. Unbehandelt jedoch hat die Hyperthyreose Auswirkung und schädigt Organe, insbesondere Herz und Nieren können ganz entscheidend in Mitleidenschaft geraten. Meist wertet der Tierhalter die langsame Veränderung am Tier eher als harmlose Alterserscheinung. Nicht selten wird bei einem „Alters-Check“ dann eine Schilddrüsenüberfunktion entdeckt. Der Tierarzt kann über eine Blutprobe den Spiegel des Schilddrüsenhormons Thyroxin im Blut bestimmen. Sollten hier Unregelmäßigkeiten auftreten, stehen weitere Test an, um eine Therapie einzuleiten.

Eine besondere Freundschaft

Können Sie sich vorstellen, dass ein Steinkauz sich besonders gut mit einem belgischen Schäferhund versteht? Das Buch der Fotografi n Tanja Brandt zeigt faszinierende Bilder einer besonderen Freundschaft. Solche Fotos könnten nicht entstehen, wenn die Chemie zwischen den beiden Hauptakteuren nicht stimmen würde. Bei der Fotografi n und Falknerin Tanja Brandt leben der belgische Schäferhund Ingo und Steinkauz Poldi. Dieses Buch erzählt die Geschichte dieser bezaubernden Freundschaft: Wann sind sich die beiden zum ersten Mal begegnet und wie hat sich daraus eine Freundschaft entwickelt? Und wie reagiert der Schäferhund auf die schlechten Launen des frechen Steinkauzes? Welche Abenteuer erlebt die tierische Clique im Alltag…Tanja Brandt zeigt in diesem Buch ganz besondere Bilder, die jedem Tierfreund ans Herz gehen.

Der ultimative Betten-Check

Oh, ich bin ein Experte in punkto Betten. Mein Fachwissen nutzt mein Frauchen regelmäßig! Ich weiß ganz genau, an welchen Stellen die Matraze am gemütlichsten ist und ich weiß, dass mein Mensch es sehr schätzt. Der Check beginnt mit einer Überprüfung der Oberdecke, in welcher Weise sie aufl iegt. An einigen Stellen gibt es „Schlupf- und „Einstiegsgelegenheiten“. Hier krieche ich vorsichtig und unbemerkt unter die Decke und teste in einem eigens von mir patentierten „Kriechverfahren“ die besten Stellen der Matratze. Meist verharre ich mittig und beginne dann mit dem Verfahren, das zeigt, wie lange die Stelle für einen sechs- Kilo-Kater bequem ist. Dann kommt Frauchen ins Spiel. Sie weiß genau, wie lange die Testphase dauert. Just in dem Moment, beim Abbruch meines Tests (meist wird es mir dann zu warm), löst mich Frauchen ab. Diese ultimativen Betten-Checks sind äußerst energiesparend, wird doch seit Wochen keine Wärmfl asche mehr benötigt und unter die Decke gelegt … Sie sehen: Ein Kater kann mitunter sehr, sehr nützlich sein …

… Euer Elvis

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