Tierpunkt Januar 2015

Damit kleine Heimtiere draußen nicht frieren …

Ob Meers c hwe i n c h e n oder Kaninchen – unsere Heimtiere können durchaus im Winter im Freien gehalten werden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Nager kerngesund sind und sich zuvor langsam an die niedrige Temperatur gewöhnen können. Kranke oder trächtige Tiere sollten bei Minustemperaturen kältegeschützt untergebracht werden. Die Schutzhütte: Besonders in den kalten Monaten müssen Sie bei der Außenhaltung spezielle Maßnahmen ergreifen, um Erkrankungen zu vermeiden. Von großer Wichtigkeit ist eine Schutzhütte, in der die Tiere Schutz vor Feuchtigkeit und Zugluft fi nden. Die Hütte sollte deshalb sehr gut isoliert sein und in einer windgeschützten Ecke stehen. Als Dämmmaterial eignet sich Styropor. Einen weiteren Wärmeschutz bieten eine dicke Lage Stroh – mindestens zehn Zentimeter – und viel Heu. Für unsere Nager ist das Heu nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern es eignet sich auch als „Wärmepolster“. Die Gruppe: Für Kaninchen als auch für die besonders geselligen Meeries bedeutet Gruppenhaltung ein artgerechtes Leben. Einzelhaltung ist Quälerei. Wenn es kalt ist und die Tiere draußen leben, ist eine größere Gruppe von Vorteil. So wärmen die Nager sich gegenseitig.

Das Gehege: Nötig ist viel Platz im Gehege, damit Auslauf und Bewegung gewährleistet sind – das hält die Tiere warm und gesund. Und: Das Gehege sollte ordentlich abgesichert sein, damit Katzen, Marder oder Raubvögel keinen Zugriff haben. Das Haus ist tabu: Auf keinen Fall sollten Sie die Nager zum Spielen oder nachts ins warme Haus holen. Durch die starken Temperaturunterschiede können die Tiere schnell krank werden.

Nieren-Check kann lebensrettend sein

Ist mein Tier an Niereninsuffi zienz erkrankt? Viele Tierhalter bemerken die Erkrankung zu spät, so dass die Nieren bereits unheilbar geschädigt sind. Erst wenn ca. 70 Prozent des Nierengewebes zerstört sind, treten die ersten Anzeichen der Erkrankung auf. Deshalb können Tierärzte von zahlreichen Fällen berichten, bei denen Tierhalter regelrecht überrascht worden sind von einer tödlich verlaufenden Krankheit ihres Tieres. Besonders bei Katzen bleibt die Niereninsuffi zienz lange verborgen. Selbst eine vermehrte Wasseraufnahme oder häufi ger Urinabsatz sind keine zwingenden Symptome. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle bei Katzen ab dem siebten Lebensjahr von enormer Bedeutung. Die Nierenerkrankung lässt sich mit Hilfe von Harnanalyse, Harnkultur sowie einem vollständigen Blutbild erfassen. Urea und Creatinin sind hier die häufi gsten Werte, die bestimmt werden. Diese Substanzen werden in der Regel über den Urin ausgeschieden. Verbleiben sie vermehrt im Blut, ist das ein Indiz der Funktionsstörung der Niere. Zur Diagnostik können auch Röntgen, Ultraschall oder Nieren-Biopsie hinzugezogen werden. Tierärzte unterscheiden zwischen akuter Niereninsuffi zienz (z. B. nach Aufnahme von Giften) und chronischer Niereninsuffi zienz. Wird die Dysfunktion früh genug erkannt, kann der Tierarzt Maßnahmen ergreifen, die zum einen nicht so aufwändig sind wie umfangreiche Therapien für ein schwer krankes Tier. Zum anderen kann die Katze bei gleichbleibender Lebensqualität alt werden. Für Tierhalter nierenkranker Katzen gibt es in Tierarztpraxen auch eine Futterberatung.

Kontrolle der Prostata beim älteren Rüden

Rüde Scotty benötigt mehrere Anläufe, bevor er seinen Kot absetzt. Oft hockt er sich hin, sucht aber dann einen neuen Platz für sein Geschäft. Sein Herrchen wundert sich. Warum legt Scotty solch ein Verhalten an den Tag? Gut, dass Herrchen direkt Rücksprache mit dem Tierarzt hält, der ihn mit dem Tier in die Praxis bittet. Scotty hat eine vergrößerte Prostata, die gegen den Enddarm drückt. Beim Pressen wird die Prostata ins Becken gedrückt. Der Absatz wird beschwerlich und schmerzhaft. Was ist die Prostata? Die Prostata ist die männliche Vorsteherdrüse. Sie befi ndet sich hinter der Harnblase im Becken und umfasst die Harnröhre. Sie ist an der Produktion von männlichen Sexualhormonen beteiligt. Was Viele nicht wissen: Besonders bei unkastrierten Rüden kommt es nicht selten zu einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie). Aber auch kastrierte Tiere sind betroffen. Die regelmäßige Kontrolle: Deshalb ist es ratsam, den Rüden im jährlichen Abstand, bei älteren Tieren nach Anraten des Tierarztes im halbjährlichen Abstand untersuchen zu lassen. Es ist eine einfache Tastuntersuchung, die dem Mediziner über Beschaffenheit und Größe der Prostata Aufschluss gibt. Nicht nur gutartige Schwellungen, sondern auch bakterielle Entzündungen, Abszesse, Zysten oder Tumore können die Prostata belasten. Ganz klar, dass hier eine Früherkennung für den Heilungsprozess bedeutsam ist.

Die Tastuntersuchung: Sollte der Tierarzt bei der Tastuntersuchung Unregelmäßigkeiten feststellen, kann er mit Hilfe von Röntgen oder Ultraschall eine genauere Diagnose stellen. Während im Röntgen nur der äußere Umriss des Organs sichtbar ist, kann im Ultraschallbild auch die innere Struktur begutachtet (ggf. Darstellung von Prostatazysten) und eine genaue Vermessung der Prostata durchgeführt werden. Vergrößerung der Prostata und Folgeerkrankungen kann der Tierarzt durch Therapie vorbeugen. Krebsrisiko: Unentdeckt kann die Vergrößerung der Prostata zu Blutungen führen. Der Hund verliert Blutstropfen aus dem Penis, wenn er seinen Schlafplatz verlässt oder erregt ist. Hier ist es zwingend nötig, das Tier sofort in die Praxis zu bringen. Die Vergrößerung der Prostata sollte auf jeden Fall behandelt werden, da hier das Krebsrisiko deutlich erhöht ist. Lassen Sie sich bezüglich regelmäßiger Kontrollen in Ihrer Praxis beraten.

Kreativ trainieren!

Es muss nicht immer das „Bei-Fuß- Laufen“ im Kreis sein: Das Training mit mehreren Hundehaltern kann viel kreativer gestaltet werden. Hierbei hilft das Buch „Ideen und Spiele für Hundegruppen“. Ob in einer privaten Kleingruppe oder unter Anleitung eines erfahrenen Hundetrainers – die Lektüre liefert viele Möglichkeiten, welche Übungen in einer Gruppe durchgeführt werden können. Aber auch für Einzelpersonen ist das Buch interessant, liefert es doch Übungen, die der Tierhalter auch alleine im Alltag mit seinem Hund bewältigen kann. Das Training soll die Beziehung zwischen Mensch und Hund fördern, den Grundgehorsam festigen und bewirken, dass der Vierbeiner im Alltag gelassener ist und seinem Menschen vertraut. Obwohl Übungen beschrieben werden, die aus Hundeschulen ausreichend bekannt sind, werden Varianten gezeigt, die wiederum schöne Abwechslungen bieten. Ein Buch, das dazu beiträgt, das Team „Mensch & Tier“ zu stärken.

Nachteile des Wetters …

So. Die Silvesterknallerei habe ich überstanden. Doch viel nerviger als die Kracher ist das nass-kalte Wetter. Überhaupt nichts für mich! Entweder ist es nass, kalt oder es liegt Schnee oder eine Kombination davon. Grässlich! Neulich: Ich springe direkt nach dem Frühstück in meinen gemütlichen Sessel und rolle mich ein. „Elvis, was ist denn mit deinem morgendl ichen Spaziergang? “, fragt Frauchen entrüstet, öffnet die Terrassentür mit einer schwungvollen Geste, die mich wohl ermuntern soll, nach draußen zu gehen. Ich hebe den Kopf, mustere kurz mein Frauchen und versenke ihn wieder in meine Decke. Nein, danke: Allein bei dem Gedanken an Schnee sind meine Pfoten schon ganz eisig. Mit einem tiefen Seufzer und verzweifeltem Kopfschütteln schließt Frauchen wieder die Tür. Wenn ich gleich Langeweile habe, lasse ich mir schon etwas einfallen: die Tageszeitung in kleine Teile zerlegen, den Hund ärgern, die Zweitkatze ärgern, mein Frauchen ständig um Futter anbetteln. . . Ha, ha, warum soll ich denn der einzige sein, der unter dem Wetter leidet?

… Euer Elvis

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