Tierpunkt Juli 2014

„Keep cool“: Maßnahmen für Meeries im Sommer

Für Meerschweinchen ist die Außenhaltung im Sommer nicht unproblematisch. Denn: Die kleinen putzigen Tiere, die aus Peru stammen, vertragen Temperaturen über 20 Grad nicht gut. Ab 30 Grad droht sogar schon der Hitzeschlag. Manche Tierhalter glauben, etwas Gutes zu tun, wenn sie die Tiere im Sommer in einem handelsüblichen Gitterkäfig auf den Balkon oder in den Garten stellen. Hier besteht aber weder Schutz noch Auslauf. Lebensbedrohlich sind bei Sonneneinstrahlung Rasenausläufe unter einem kleinen Käfigoberteil. Generell ist es artgerechter, die Tiere in Gehegen unterzubringen. Und damit die kleinen Meeries nicht den ganzen Sommer im kühlen Keller verbringen müssen, gibt es Maßnahmen, um ihnen Kühlung zu verschaffen:

  • Immer die pralle Sonneneinstrahlung vermeiden. Bitte denken Sie daran, dass Schatten wandern.
  • Büsche und belüftete Etagen im Gehege sind als Verweilorte im Sommer wichtig. In einer Schutzhütte staut sich nur die Wärme.
  • Kühlakku oder Behälter mit gefrorenem Wasser in eine Tüte verpacken, in ein Leintuch wickeln und auf eine Seite des Außengitters legen oder ins Gehege hängen.
  • Feuchte Handtücher als Verstecke anbieten.
  • Langhaariges Fell kürzen. √ Sand im Schatten oder kühle Kacheln als Liegeplätze anbieten.
  • Transporte bei Hitze vermeiden oder nur in klimatisierten Fahrzeugen.
  • Selbstverständlich stehen Grünfutter und Trinkwasser immer zur freien Verfügung.

Bei mehr als 20 Grad sollten Meeries, die die Außenhaltung nicht gewohnt sind, nicht den Mittag draußen verbringen. Die Morgen- oder Abendstunden sind hier besser geeignet.

Noch ein wichtiger Hinweis zur Ernährung

Grünfutter sollte immer vorhanden sein. Verfüttern Sie Frischfutter (z.B. Gemüse) bei Hitze über Tag nur in sehr kleinen Mengen. Denn: Wasserhaltiges wie Gurken und Salate können wegen mangelnder Bewegung zu Fehlgährungen im Darm führen. Erst gegen Abend sind größere Mengen Frischfutter erlaubt.

Früh reagieren, wenn die Katze nicht frisst …

Mira mag ihr Futter nicht. Ein Schnuppern, dann wendet sie sich beleidigt ab. Katzenfreunde sollten genau darauf achten, wie lange ihre Samtpfote nichts frisst, denn nach mehreren Tagen kann es bereits zur so genannten Leberlipidose (Fettlebersyndrom) kommen. Nahrungsmangel und fehlende Nährstoffe führen dazu, dass im Gewebe der Katze Fett aufgespalten wird. In der Leber wird das Fett gespeichert; es sammelt sich an, bis das Organ nicht mehr arbeiten kann. Meist hat die anfängliche Futterverweigerung eine andere Ursache, der man zusammen mit dem Tierarzt schnell auf den Grund gehen sollte. Aber auch eine nicht gelungene Futterumstellung könnte zum Hungerstreik der Katze führen. Und hier ist wegen der Gefahr der Fettleber Vorsicht geboten.

Also: Lediglich hart bleiben und abwarten, bis Katze oder Kater frisst, ist keine gute Idee. In jedem Fall sollte eine Nahrungsumstellung nach und nach erfolgen. Hierzu ersetzt man am besten während eines Zeitraumes von etwa zwei Wochen das alte Futter stufenweise durch das neue. Und woran sieht der Halter, dass die Leber krank sein könnte? Schwäche, Erbrechen und Durchfall sind erste Anzeichen. Die Katze kann auch durstiger sein als üblich und vermehrt Wasser lassen. In einigen Fällen ist die Blutgerinnung gestört und es erscheinen Blutpunkte auf der Haut und den Schleimhäuten. Ist die Lebererkrankung weiter fortgeschritten, färben sich die Schleimhäute gelb. Möglichst früh ist der Tierarzt gefragt, eine genaue Diagnose zu stellen.

Hitzefalle: Auch PKW im Schatten heizen sich auf

Die Bundestierärztekammer warnt: Den Hund im PKW zu „parken“ kann tödlich enden! „Lassen Sie Ihren Hund bei hohen Temperaturen auf keinen Fall im Auto warten, denn das kann tödlich enden!“ „Erst vor kurzem musste die Polizei in Bayern gewaltsam ein Auto öffnen und einen Hund befreien. Hilfe, die für das arme Tier leider zu spät kam: Es ist qualvoll verendet, dabei war es draußen noch nicht einmal besonders heiß“, bedauert Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Das Tückische dabei sei nämlich, dass sich das Wageninnere in der Sonne aufheize wie ein Backofen, die Temperaturen steigen rasch auf über 70 Grad. Mantel: „Ein leicht geöffnetes Fenster oder ein Schälchen Wasser sind da völlig nutzlos. Auch ist es Quatsch zu meinen, dass ein Schattenplatz Schutz bietet. Auch im Schatten heizt sich das Wageninnere ab einer bestimmten Temperatur auf. Und da sich der Sonnenstand ändert, reicht schon eine halbe Stunde, und der Hund schmort im besonnten Auto. Darum rufen Sie auf jeden Fall die Polizei, wenn sie beobachten, dass ein Hund in einem in der Sonne geparkten Auto warten muss!“ Dass Hunde relativ schnell an Überhitzung sterben können, liegt an ihrer speziellen Art der Wärmeregulation: Hunde haben im Gegensatz zu uns (außer unter den Pfotenballen) keine Schweißdrüsen, sie schwitzen also nicht, sondern erzeugen durch ihr Hecheln Verdunstungskälte. Die Thermoregulation über die Atemwege reicht aber bei großer Hitze besonders bei den zurzeit so modernen kurznasigen Rassen nicht aus. „Möpse, Bulldogen oder Pekinesen mit ihren verkleinerten Nasenmuscheln haben hier große Probleme und können noch leichter einen Hitzekollaps bekommen“, warnt Mantel. Darum sollten diese Hunde bei steigenden Temperaturen nicht belastet werden. Für alle Rassen, auch die supersportlichen, gilt: Bei hochsommerlichen Temperaturen – besonders in der Mittagshitze – den Hund nicht am Fahrrad laufen lassen! Etwas, das man leider immer wieder sieht …

Erste Hilfe bei Hitzschlag:

  • Anzeichen für einen Hitzschlag sind verstärktes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe.
  • Das Tier unverzüglich an einen kühlen und schattigen Ort bringen.
  • Ist der Hund bei Bewusstsein, sofort Wasser anbieten. Um das Tier allmählich abzukühlen, kann man es unter eine feuchte Decke legen oder ihm vorsichtig zuerst die Beine und dann den Körper befeuchten.
  • Achtung: Ein Hitzschlag ist ein Notfall! Es muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden, auch dann, wenn sich der Hund bereits etwas erholt hat.

Buchtipp: Tagebuch fürs Training

Beliebte Hundesportarten sind Agility und das Longieren. Beim Agility geht es um einen Parcours, den Mensch und Hund gemeinsam bewältigen müssen. Beim Longieren gibt der Mensch Signale, während der Hund sich in einem vorgegebenen Kreis um den Menschen bewegt – in verschiedenen Richtungen, Gangarten und wahlweise über ein Hindernis oder z.B. durch einen Tunnel. Bei beiden Sportarten geht es um Bewegung, aber vor allem um den Spaß, immer wieder Neues zu erlernen und mit kleinen Trainingseinheiten ans Ziel zu kommen. Hierbei helfen die Trainingstagebücher von Easy Dogs. Mit den handlichen Ringbüchern kann der Tierhalter den Trainingsverlauf ideal dokumentieren und somit stetig verbessern. Übrigens: Auch für Mantrailing, Alltagstraining und Dummyarbeit hat der Verlag Tagebücher herausgegeben.

Blick-Punkt: Schmusen mit Qualität

Proteinhaltige Leckereien sind meine große Leidenschaft. Mit aller Deutlichkeit vermittle ich Frauchen, dass es mir hierbei ganz klar um Qualität geht – Dosenfutter schmeckt natürlich auch prima. Aber bitte: Es soll was Gutes sein, was in den Napf kommt! Schließlich haben wir Samtpfoten ja Ansprüche! Das gleiche gilt für die täglichen Streicheleinheiten. Jedenfalls bin ich nicht der Typ, dem ein kurzes Knuddeln auf dem Arm reicht. Es gibt nichts Herrlicheres, als mein Frauchen am Schreibtisch zu stören. Dann setze ich mich direkt neben die Computertastatur und himmle mein Frauchen an. Wenn das noch nicht hilft, beginne ich zu schnurren und reibe meinen Kopf an ihrer Wange. Spätestens jetzt weiß sie genau: Die kommenden fünf Minuten sind für mich reserviert. Kopfmassage, Brustmassage: das volle Programm! Entspannt liege ich auf dem Rücken im Arm meiner Herzensdame und die Welt ist wieder rund. Nach ein paar Minuten lasse ich sie auch wieder weiterarbeiten. Denn schließlich muss sie für mich ja noch möglichst viel leckeres Futter verdienen!

Euer Elvis

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