Tierpunkt Juni 2018

Meerschweinchen sind keine Sonnenanbeter

Da Meerschweinchen ursprünglich aus den Anden, dem Hochgebirge Südamerikas stammen, sind sie die kühleren Temperaturen gewohnt. Doch wenn es in unseren Breitengraden allmählich wärmer wird und das Quecksilber steigt, sollten die Meerschweinchen in Außenhaltung vor Sonne und Hitze geschützt sein. Beispielsweise sollte das Gehege zur Hälfte im Schatten liegen und eine geräumige isolierte Schutzhütte aus Holz (nicht aus Plastik!) enthalten. Möglich ist auch, eine gefrorene, in ein Handtuch eingewickelte Wasserfl asche ins Gehege zu legen. Für weitere Abkühlung sorgen Fliesen als Liegeplätze. Überhitzung ist für ein Meerschweinchen lebensbedrohlich. Die Tiere können nicht schwitzen und nur unzureichend hecheln. Sie werden teilnahmslos, die Atmung ist schnell und fl ach, die Körpertemperatur ist erhöht, das Zahnfl eisch dunkelrot. Bei genauer Betrachtung sind häufi g die Ohrmuscheln rötlich. In diesem Fall muss der Tierhalter sofort handeln, bevor die Tiere an Kreislaufversagen sterben. Bringen Sie das Meerschweinchen direkt an einen kühlen Ort (z.B. Keller) und wickeln es in ein nasses kaltes Tuch, das Sie regelmäßig erneuern. Besprechen Sie sich mit Ihrem Tierarzt.

Um einen Schock zu vermeiden, tauchen Sie das Tier niemals in kaltes Wasser ein.

Die Körperhitze kann mit kalten Kompressen auf dem Kopf gesenkt werden. Die Beinchen des Tieres können Sie in kühles, nicht allzu kaltes Wasser tauchen.

Kurze Rauferei? Check beim Tierarzt ratsam

Sommerliche Temperaturen, schönes Wetter im Frühjahr: Mehr als sonst suchen Hundefreunde mit ihren Vierbeinern erholsame Gebiete auf, um die Natur zu genießen. Dabei treffen fremde Hunde aufeinander. Oftmals regeln freilaufende Hunde einen Konfl ikt ganz galant und schmerzfrei. Doch manchmal kommt es zu einer kleinen Beißerei. Das Tückische: Die zunächst kleinen Biss-Stellen wirken harmlos, sind kaum im dichten Fell zu entdecken. Doch einige Tage später entfalten Bakterien unter der Haut ihre große Wirkung. Mit den Hundezähnen dringen zahlreiche Bakterien tief in die Haut ein und fi nden hier optimale Bedingungen, um sich rasend schnell zu vermehren. Starke Entzündungen können sich unter der Haut verbreiten. Gefährlich: Die Wunde hat sich bereits an der Oberfl äche geschlossen und darunter vermehren sich die Bakterien (Anaerobier). Sie lösen den lebensgefährlichen Wundbrand aus. Unbehandelt können Fieber und sogar eine Blutvergiftung (Sepsis) die Folge sein. Auch Quetschwunden sind nicht ungefährlich. Fettgewebe wird gequetscht, das Gewebe unter der Haut stirbt ab und es folgt eine heftige Entzündung, die äußerst schmerzhaft ist. Wie sollte der Tierhalter sich verhalten? Bisse sollten unbedingt tierärztlich behandelt werden. Auch wenn nach der Rauferei im Fell nichts zu sehen ist, sollten in der Praxis die zunächst kleinen Wunden gesäubert und der Hund behandelt werden. Das ist wenig aufwendig im Vergleich zu der Behandlung einer schweren Entzündung, die sich bereits innerhalb weniger Tage entwickeln kann. Auch Erkrankungen können durch Bisse übertragen werden. Fragen Sie Ihren Tierarzt.

Frühzeitig eingreifen bei Herzschwäche

Rüde Malte kommt tagsüber nicht so recht in Schwung, fi ndet sein Tierbesitzer. Zuweilen hustet der Hund. Sein Herrchen lässt ihn vorsorglich in der Tierarztpraxis durchchecken. Bereits das Abhören von Herz und Lunge mittels Stethoskop lässt den Tierarzt vermuten, dass eine Herzklappe nicht richtig schließt. Besonders bei älteren Hunden ist die so genannte Mitralklappenendokardiose eine häufi ge Herzerkrankung. Die Mitral- und Trikuspidalklappe trennen die Vorhöfe der linken und rechten Herzseite von den jeweiligen Herzkammern. Sie ermöglichen den Einfl uss des Blutes in die Herzkammern, verhindern einen Rückfl uss des Blutes in die Vorhöfe. Bei einer Herzklappenerkrankung oder einer so genannten Herz-Insuffi zienz schließen die Klappen nicht richtig, so dass Blut wieder in den Vorhof zurückströmen kann. Generell sind Herzklappen-Erkrankungen nicht selten bei Hunden. Und je früher die Herzschwäche erkannt wird, desto vielversprechender ist der Einsatz von Medikamenten. Die Früherkennung kann bei Routineuntersuchungen stattfi nden, z.B. im Rahmen des jährlichen Impftermins. Der Tierarzt ist in der Lage, nicht stimmige Herzgeräusche herauszuhören. Erste Anzeichen z.B. für eine Mitralklappenendokardiose kann der Tierbesitzer erkennen: u.a. an Fressunlust, Leistungsschwäche, Husten oder starkem Hecheln bei warmen Wetter oder leichter Anstrengung. Bei Herzpatienten ist „Herzhusten“ aufgrund eines Lungenödems verbreitet: Der Körper wird ungenügend mit Blut und Sauerstoff versorgt und reagiert mit einer Verengung der Blutgefäße. Das bedeutet: Der Blutdruck steigt und Flüssigkeit tritt aus den Gefäßen, vor allem in die Lunge, Leber und Bauchhöhle. Bei möglicher Herzinsuffizienz kann der Tierarzt mittels Röntgen, Blutuntersuchung, EKG und Herz-Ultraschall den Verdacht verifizieren. Die Therapie sollte immer individuell sein, abhängig von den Befunden der Untersuchungen. Generell gilt: Je früher eine Herzschwäche erkannt wird, desto besser kann der Tierarzt helfen.

Körpersprache des Hundes

Hunde beobachten ihre Halter genau und können an kleinen Nuancen der Körpersprache erkennen, was als Nächstes passiert, oder wie ihr Mensch momentan gelaunt ist. Die „Kommunikation ohne Worte“ spielt auch in der Erziehung eine große Rolle. Hundehalter verstehen ihre Hunde nur, wenn sie deren Verhalten richtig deuten. Andererseits kann die eigene Körpersprache gezielt in der Erziehung einsetzt werden. Ein aufrechter souveräner Gang signalisiert zum Beispiel: „Ich weiß, wo es langgeht und habe den Überblick“. Hunde reagieren darauf mit mehr Aufmerksamkeit und Folgebereitschaft. Wie man als Hundefreund seine eigene Körpersprache gezielt einsetzen kann, erfährt der Leser in diesem Ratgeber. Das Buch ist für sowohl für Anfänger als auch fortgeschrittene Hundehalter interessant, um die Kommunikation mit dem Hund zu verbessern.

Effektive Lautsprache

Also, wer glaubt, Katzen unterhalten sich nicht mit dem Menschen, der irrt. Ich kann es bestätigen. Kommunikation ist ja für den Menschen äußerst wichtig. Und wir Katzen haben begriffen, dass wir nur Vorteile haben, wenn wir Laute von uns geben, wenn wir Anweisungen geben wollen. Ein Beispiel? Gerne: Wenn Frauchen morgens aus Ihrem Bett klettert und ins Bad huscht, dauert es für mich meistens zu lange. Da hilft es nicht, einfach geduldig vor der Tür zu sitzen. Nein, effektiver ist da doch die Lautsprache. Und schon funktioniert es: Die Badezimmertür öffnet sich. „Ja, Elvis, ist ja schon gut, du bekommst dein Frühstück…“ Yes! Strike! Mittlerweile ist Frauchen auch in der Lage, zu unterscheiden, ob ich es nett meine oder die Lage ernst ist oder ob es pressiert. Neulich kam ich nicht ins Haus, da alle Klappen verschlossen waren. Kräftig und in dunklen Tönen habe ich geschimpft, als die Tür geöffnet wurde. Verschreckt hat die Dame fix den Napf gefüllt ….

… Euer Elvis

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