Tierpunkt März 2013

Myxomatose: Impfung nicht vergessen!

Eine wichtige Maßnahme für Kaninchen ist die Myxomatose-Impfung. Ursache dieser Erkrankung ist ein Pockenvirus. Es hat sein Reservoir in der Population der Wildkaninchen und wird vor allem durch blutsaugende Insekten, vorwiegend durch Mücken, übertragen und mit dem Wind auch über größere Entfernungen verbreitet. Die Erkrankung tritt in regelrechten Seuchenzügen auf.

Das Virus kann aber auch über verseuchtes Futter (Gras, Löwenzahn), Stroh, Staub oder Transportkisten übertragen werden. Ungeimpfte Tiere erkranken je nach Aggressivität des Erregers innerhalb weniger Tage und verenden plötzlich oder es bilden sich innerhalb von 1- 2 Wochen die klassischen Symptome wie Fieber, Schwellungen der Augen und Ohren sowie Schwellung des Kopfes und Schluckbeschwerden. In der Regel ist das Virus tödlich. Nur manche Tiere überleben und bleiben dann für andere ansteckend. Die Schutzimpfung ist die einzig wirksame Prophylaxe. Die vorbeugende Schutzimpfung von Kaninchen kann in Kombination mit der jährlichen RHD- („Chinaseuche“)- Schutzimpfung vorgenommen werden. In welchen zeitlichen Abständen geimpft wird, hängt vom Impfstoff bzw. vom Kombinationsimpfstoff ab. Lassen Sie sich hierzu am besten in Ihrer Tierarztpraxis beraten.

Katzen: Erkrankung der Schilddrüsen

Paula ist zwar schon fast neun Jahre, aber im Moment ist sie enorm lebhaft und hat einen großen Appetit. Die Tierhalter freuen sich, dass Paula auf ihre alten Tage noch so aktiv ist. Aber nach einiger Zeit bemerken sie, dass die Katze mehr trinkt, oft erbricht und zuweilen hechelt. Zwar frisst sie in Mengen, verliert aber Gewicht. Der Tierarzt stellt eine Schilddrüsenüberfunktion (Fachbegriff: Hyperthyreose) fest. Es gehört zu der häufigsten Hormonstörung älterer Katzen. Eine Ultraschallaufnahme kann bei der Diagnose hilfreich sein. Besonderen Aufschluss gibt aber die Blutuntersuchung, da die Zellen das Schilddrüsenhormon Thyroxin herstellen und es ins Blut abgeben. Bei erwachsenen Tieren regt Thyroxin vor allem den Stoffwechsel an. Es fördert die Verbrennung von Zucker und Fett zur Energie-Gewinnung.

Bei einem Überschuss wird der gesamte Organismus überbeansprucht. Fette und Kohlenhydrate werden viel zu schnell verbrannt – so dass die Katze regelrecht hungert trotz reger Nahrungsaufnahme. Dieser Zustand belastet den Körper enorm und greift die Organe an. Besonders Nieren und Leber geraten in Mitleidenschaft. Auch das Herz wird angegriffen: Das Herz schlägt schneller, ist überlastet, vergrößert und weist Rhythmusstörungen auf. Es erhält nicht genügend Energie in Form von Zucker und Sauerstoff. Grund der Überfunktion kann eine gutartige Gewebewucherung sein. Ob eine operative Entfernung der Schilddrüse in Frage kommt oder eine Behandlung mit Medikamenten oder Spezialfuttermittel, entscheidet der Tierarzt. Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Katze ab dem 8. Lebensjahr regelmäßig durchchecken.

Husten: Welche Ursachen gibt es?

Stets nasskaltes Wetter ist klassisches Erkältungswetter – die Gefahr einer Ansteckung lauert überall. Doch was, wenn auch der vierbeinige Hausgenosse plötzlich anfängt krächzend zu husten? Hat er sich auch erkältet? Husten beim Hund kann viele Ursachen haben – schließlich handelt es sich dabei um einen durchaus zweckmäßigen Abwehrmechanismus der Atemwege, denn der Körper versucht, sich auf diesem Wege von Fremdkörpern aller Art zu befreien. Darum muss bei plötzlichem und sehr starkem Husten immer auch daran gedacht werden, dass ein Fremdkörper, zum Beispiel Splitter von einem Stock, Knockenstücke oder Grannen, im Hundehals stecken. Darüber hinaus gibt es natürlich eine ganze Reihe von Erkrankungen, die Husten auslösen können, so zum Beispiel Herzerkrankungen. Die Ursache des Hustens festzustellen, ist selbst für einen erfahrenen Kleintierpraktiker nicht immer einfach, eine gründliche Untersuchung ist darum zur Abklärung stets notwendig. Eine häufige Ursache für Husten – ähnlich dem menschlichen Erkältungshusten – ist eine Infektion der oberen Atemwege. Trockener und keuchender Husten über mehrere Tage, begleitet von starkem Würgereiz mit und ohne schleimig-schaumigen Auswurf, kann auf den sogenannten Zwingerhusten hindeuten. Die Bezeichnung ist für viele Tierhalter irritierend: Sie bezieht sich darauf, dass gerade dort, wo viele Hunde gehalten werden – also in Hundepensionen, Tierheimen oder früher in Hundezwingern – die Krankheit durch die hohe Ansteckungsgefahr besonders verbreitet war und ist. Die Erreger, Viren und verschiedenen Bakterien, werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. infizierte Tiere niesen oder husten und stecken so andere Hunde an. Gefährdet sind also besonders Tiere, die zum Beispiel auf Hundeplätzen oder Hundespielwiesen viel Kontakt mit Artgenossen haben. Der Zwingerhustenkomplex, wie es fachlich heißt, kann bis zu zwei Wochen andauern und muss wegen der sekundären bakteriellen Infektion mit einem Antibiotikum behandelt werden. Ganz wichtig ist es, den kranken Hund in dieser Zeit möglichst ruhig zu halten, damit aus dem Husten nicht noch eine Lungenentzündung wird. Außerdem muss er konsequent von anderen Tieren ferngehalten werden, damit sich diese nicht anstecken. Zu einer Impfung rät der Tierarzt, wenn der Hund sehr viel Kontakt zu anderen Tieren hat. Da die Impfstoffe nicht das gesamte Erregerspektrum des Zwingerhustenkomplexes abdecken, garantiert die Impfung allerdings nicht den hundertprozentigen Schutz.

Buchtipp: Tierschutz- Katzen

Wer Bedenken hat, einer Katze aus dem Tierheim ein Zuhause zu geben, findet hier die passende Lektüre. Das Buch von Cornelia Tschischke räumt mit allgemeinen Klischees auf, beschäftigt sich mit Fragen und Bedenken bezüglich Katzen „aus zweiter Hand“. Die Autorin beschreibt, was man beim Finden, Eingewöhnen und beim späteren Zusammenleben mit den Katzen beachten sollte und welche Chancen und wunderbaren Erfahrungen daraus erwachsen können. Sie räumt mit zahlreichen Vorurteilen auf, bietet Problemlösungen und Entscheidungshilfen. Viele Tipps erfährt der Leser, so dass der Katzenfreund hilfreiche Ratschläge bekommt, wie er sich auf den Einzug der Katze vorbereiten kann. Aber auch für das Zusammenleben gibt es viele Hilfen. Und: Die Autorin schreibt kleine Erfolgsgeschichten, die motivieren, eine Katze aufzunehmen.

Blick-Punkt: Attraktiver Herrenabend

Ich glaube, die meisten Männer sind gar nicht so schlecht wie Frauen behaupten. Jedenfalls habe ich kürzlich ein paar harmonische Tage mit meinem Herrchen verbracht. Frauchen war ausgeflogen, na ja, irgendetwas Geschäftliches. So waren wir beiden Männer auf uns gestellt. Gut, nicht ganz: Katzendame Charlotte war ebenfalls im Haus, doch für sie kam es nicht in Frage, das Hähnchen zu braten, die Spülmaschine auszuräumen und die Katzentoilette sauber zu halten – das hätte sie überfordert. Also musste der Mann ran – unter meiner persönlichen Leitung und strengen Beobachtung versteht sich. Er hat zwar morgens drei Dosen öffnen müssen, bis er mein Lieblingsfutter erwischt hat. Und das mit dem Säubern der Toilette muss er noch ein bisschen üben. Aber ich muss sagen: So ein Männerhaushalt ist schon was Feines. Abends gab‘s Fußball statt Schmonzette im Fernsehen, statt Mäusen am Bindfaden gab es eine Bierchen-Kronkorken-Jagd. Statt der Frauchen-Standpauke „zu spät für ein Leckerli“ gab es um Mitternacht ein Putenschnitzel aus dem Kühlschrank. Herrlich, wenn Männer mal unter sich sein können! Euer Kater Elvis

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