Tierpunkt März 2014

Warum Meeries immer Heu brauchen

Meerschweinchenfreunde wissen, dass den Tieren immer frisches Heu zur Verfügung stehen sollte. Tierärzte sprechen sogar davon, dass die Tiergesundheit gefährdet ist, wenn kein Heu im Gehege zur Verfügung steht. Doch warum ist es eigentlich von solch großer Bedeutung, dass stets Heu vorhanden sein sollte? Anatomische Besonderheit Anders als beim Menschen verfügt der Darm der Meerschweinchen nicht über eine Darmperistaltik – eine Darmbewegung, die Nahrung transportiert. Die putzigen Tiere haben nur eine geringe Darm-Muskulatur. Sie besitzen einen Stopfdarm. Das bedeutet, dass der Speisebrei nur durch nachrückende Nahrung transportiert wird.Im Stopfdarm liegt auch die Begründung, weshalb Meerschweinchen nicht ausgenüchtert werden dürfen, z.B. vor einer Operation. Das ständige Knabbern am Heu hat aber noch eine zweite Funktion hinsichtlich der Gesundheitserhaltung. Im Gegensatz zum menschlichen Gebiss, wachsen die Zähne bei Meerschweinchen ständig. Deshalb ist ein kontinuierlicher Zahnabrieb wichtig. Nur Meerschweinchen mit guter Heuversorgung haben Chancen auf ein gutes Gebiss.

Heuraufen mal ganz anders

Ein Riesenspaß ist es für die drolligen Tiere, wenn frisches Heu sich mitten im Gehege türmt: Hier können sie sich verstecken, kuscheln und gleichzeitig an den frischen Halmen knabbern. Doch wie wäre es mal mit einer anderen Variante zur Beschäftigung? Zum Beispiel mit einer ausrangierten Baumwollsocke: Aus einem oder zwei winzigen Löchern können die Tiere dann das Heu „fischen“. Auch ein unbehandeltes Holzbrett mit gebohrten Löchern und Holz- oder Bambusstangen ist ideal. Trotz des besten Heus: Denken Sie daran, Ihre Meeries ausgewogen zu ernähren. Dazu gehören Gemüse, Obst sowie frische und getrocknete Kräuter. Gerne informiert Sie ihre Tierarztpraxis.

Nieren okay? Vorsorge hilft zur Früherkennung

Ist mein Tier an Niereninsuffizienz erkrankt? Viele Tierhalter bemerken die Erkrankung zu spät, so dass die Nieren bereits unheilbar geschädigt sind. Erst wenn ca. 70 Prozent des Nierengewebes zerstört sind, treten die ersten Anzeichen der Erkrankung auf. Deshalb können Tierärzte von zahlreichen Fällen berichten, bei denen Tierhalter regelrecht überrascht worden sind von einer tödlich verlaufenden Krankheit ihres Tieres. Besonders bei Katzen bleibt die Niereninsuffizienz lange verborgen. Selbst eine vermehrte Wasseraufnahme oder häufiger Urinabsatz sind keine zwingenden Symptome. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle, bei Katzen ab dem siebten Lebensjahr, von enormer Bedeutung. Die Nierenerkrankung lässt sich mit Hilfe von Harnanalyse und einem vollständigen Blutbild erfassen. Urea und Creatinin sind hier wichtige Werte, die beim Bluttest bestimmt werden. Diese Substanzen werden in der Regel über den Urin ausgeschieden. Verbleiben sie vermehrt im Blut, ist das ein Indiz der Funktionsstörung der Niere. Zur Diagnostik könnten auch eine Ultraschall-Untersuchung hinzugezogen werden. Tierärzte unterscheiden zwischen akuter Niereninsuffizienz (z. B. nach Aufnahme von Giften) und chronischer Niereninsuffizienz. Zwar können auch jüngere Tiere chronisch erkranken, dennoch trifft es eher ältere Tiere. Wird die Dysfunktion früh genug erkannt, kann der Tierarzt Maßnahmen ergreifen, die zum einen nicht so aufwändig sind wie umfangreiche Therapien für ein schwer krankes Tier. Zum anderen kann die Katze bei gleichbleibender Lebensqualität alt werden. Für Tierhalter nierenkranker Katzen gibt es in Tierarztpraxen auch eine umfangreiche Futterberatung.

Weg mit dem Frühjahrsspeck!

Der Blick auf die Waage macht momentan keinen Spaß, jedes Fettpölsterchen erinnert daran, es als ersten Neujahrsvorsatz schnell schmelzen zu lassen. Und wie der Herr, so das „Gescherr“: Auch Miez und Mops haben in den vergangenen Wochen dank menschlichem Verwöhnprogramm ziemlich zugelegt. Abspecken heißt also das Zauberwort. Wie das am besten geht, und was man dabei unbedingt beachten sollte, weiß Dr. Thomas Steidl, Kleintierpraktiker und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Kleintiere der Bundestierärztekammer. „Tierhalter wollen es oft nicht wahrhaben, dass ihr Liebling zu dick ist, schieben die Körperfülle zum Beispiel auf das dichte Winterfell.“ Wie erkenne ich, dass mein Tier wirklich zu dick ist? „Doch kann man der Sache bei Hund und Katze leicht auf den Grund gehen: Wenn man markante Knochenpunkte wie Hüfthöcker oder Rippen nicht mehr ertasten kann und sich beim Blick von oben auch keine Taille mehr abzeichnet, ist das Tier zu dick.“ Da Übergewicht in der Regel das Resultat aus zu viel aufgenommener Energie, also Futter, und zu wenig Bewegung ist, muss damit begonnen werden, die Futtermenge zu reduzieren.Doch das sollte nur unter tierärztlicher Anleitung und Kontrolle erfolgen: „So individuell jedes Tier ist, so individuell ist sein Stoffwechsel und damit auch die Verbrennung von Kalorien. Es ist darum sehr wichtig, ein auf das Tier abgestimmtes Abspeckprogramm zu erstellen“, erklärt der Fachtierarzt für Kleintiere. Nachhaltige Gewichtsreduktion klappe nicht von heute auf morgen, und Nulldiäten oder drastische Reduzierung der Futtermenge führe wie bei uns Menschen zum sogenannten „Jo-Jo-Effekt“. Außerdem bestünde die Gefahr einer unzureichenden Versorgung mit Nährstoffen.

Wurde das Abspeckprogramm unter tierärztlicher Anleitung begonnen, sollte Folgendes beherzigt werden:

– Jede Kalorie zählt: Leckerli, Speisereste, „Runterfallsel“ vom Tisch und inflationäre Belohnungshappen sind tabu! Trainiert man mit dem Hund auf der Basis der Futterbelohnung, muss diese von der Tagesfuttermenge abgezogen werden.

– Wenn es Alter und Gesundheitszustand des Tieres zulässt, unterstützt ein Mehr an gemeinsamer Bewegung das Abspecken (von Tier und Mensch).

– Diätfuttermittel können sinnvoll sein, denn sie enthalten alles, was das Tier braucht. Eine einfache Reduktion der Futterration birgt die Gefahr einer Nährstoffunterversorgung. Text-Quelle: www.bundestieraerztekammer.de

– Für alle, die ihren moppeligen Kater oder den pummeligen Dackel sooo süß finden: Übergewicht ist keine Frage der Ästhetik, sondern erhöht das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus sowie Knochen- und Gelenkschäden drastisch und senkt die Lebenserwartung und – Qualität!

Buchtipp: Bewegung und Spaß!

Gemeinsame Beschäftigungen bringen Mensch und Hund nicht nur näher, sondern auch viel Bewegung an der frischen Luft. Hier purzeln die Pfunde: ein positiver Nebeneffekt. Spiel und Sport ist für Hunde nicht nur ein Spaßfaktror, sondern ganz entscheidend, um ein glückliches, gelassenes und ausgefülltes Leben zu führen. Zahlreiche „unliebsame Verhaltensweisen“ können bei artgerechter Beschäftigung verschwinden. Das Buch von Kristina Falke und Jörg Ziemer zeigt die Vielseitigkeit auf, was der Mensch alles mit seinem Hund unternehmen kann, ohne einen großen Aufwand zu betreiben: Longieren auf einer Wiese, Dummy-Apport im Feld oder Treibball im Wald. Selbst das Beibringen kleiner Kunststücke peppt das alltägliche Gassigehen auf. Mit Bildern und ausführlichen Beschreibung ist erklärt, wie Hund und Mensch miteinander agieren. Dabei stehen die Lieblingsbeschäftigungen des Hundes im Vordergrund: Laufen, Suchen, Gerüche unterscheiden, „Beute“ zum Menschen bringen. Für jeden Hund und Hundehalter ist in der Spielesammlung etwas dabei – egal ob jung oder alt, sportlich oder gemütlich.

Blick-Punkt: Noch nicht warm genug!

Nein, es will einfach nicht wärmer werden! Wo sind nur der Frühling, die zwitschernden Vögel, hüpfenden Mäuse und flatternden Schmetterlinge? Haben sich eigentlich alle gegen mich verschworen? Im Moment ist mein Stammplatz nicht der Hochsitz im Garten oder die Holzhütte beim Nachbarn, sondern der Sessel im Wohnzimmer. Es ist total langweilig! Und Frauchen mit ihrem Spiele-Arsenal von Stoffmäusen, Plastikangeln und Papierkugeln interessiert mich null! Nur meine Mitbewohnerin Katze Charlotte hüpft vergnügt durch die Wohnung, um total entzückt mit Frauchen lustige Spiele zu unternehmen. Ich schaue ihnen gelangweilt zu. Den Teufel werde ich tun, meinen Wohnzimmer- Sessel zu verlassen!

„Au ja, komm Elvis, bewege dich mal ein bisschen“, freut sich mein Mensch, als ich dann doch vom Sessel springe. Erwartungsvoll schauen mich Frauchen und Charlotte an. Keine Panik. Schließlich wollte ich nur mal zwischenzeitlich checken, ob sich ein Fisch in meinen Napf verirrt hat. Danach leiste ich mir tatsächlich ein wenig Bewegung, indem ich in einem Satz auf die warme Heizung springe . . .

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