Tierpunkt März 2015

Erkältung bei Kaninchen

Allgemein bekannt ist, dass Erkältungskrankheiten von ganz verschiedenen Bakterien und Viren ausgelöst werden. Was aber viele nicht wissen: Kaninchen können sich beim Menschen anstecken. Haben Sie als Halter eine Erkältung, eine Streptokokken- Infektion oder eine Mandelentzündung, so könnte auch Ihr tierischer Freund erkranken. Möglichst fassen Sie Ihre Kaninchen für einige Tage nicht an – auch wenn es schwer fällt. Wenn Sie selbst die Langohren versorgen müssen, achten Sie auf gründliche Hygiene. Das Niesen des Kaninchens sollte für Tierhalter ein Warnzeichen sein, denn schnell kann aus dem simplen Schnupfen (Rhinitis) eine gefährliche Lungenentzündung (Pneumonie) werden. Deshalb gilt: Suchen Sie beim ersten Anzeichen einer Erkältung die Tierarztpraxis auf. Schnupfen ist ansteckend. Es gibt spezifi sche Umstände, die das Risiko erhöhen, dass Ihr Tier eine Erkältung bekommt. So sind z.B. Standort und Beschaffenheit des Käfi gs von Bedeutung. Starke Zugluft und trockene Heizungsluft können eine Erkältung begünstigen, aber auch übermäßige Unruhe am Gehege kann für das Tier Stress bedeuten. Und: Stress ist bekanntlich ein Faktor, der das Immunsystem schwächt, so dass Viren und Bakterien gute Angriffschancen haben. Auch das häufi ge „Auf-den- Arm-nehmen“ oder wildes, ungewohntes Spielen verursachen Stress.

Ist das Gehege sauber, haben Bakterien wenig Chancen. Aber nicht übertreiben: In einem stets desinfi zierten Lebensbereich verlernt der Körper Ihres Tieres, natürliche Abwehrkräfte zu bilden. Es ist ratsam, regelmäßig mit heißem Wasser Flächen zu säubern. Ihr Tierarzt gibt Ihnen gerne Auskunft. Noch ein Tipp: Obst und Gemüse stärken die Abwehrkräfte und sind im Allgemeinen gesund. Doch gewöhnen Sie Ihr Tier langsam an das Frischfutter und halten Sie stets mit Ihrem Tierarzt Rücksprache.

Geheime Botschaften für Hunde und Katzen

für Hunde und Katzen März 2015 Sowohl Hunde als auch Katzen nehmen in ihrer Umgebung Geruchsbotenstoffe auf, so genannte Pheromone. Wenn der Hund einem Artgenossen begegnet, beschnüffelt er ihn und erhält so ganz spezifi sche Botschaften. Wenn die Samtpfote ihr Köpfchen an Frauchens Wangen reibt oder eng an Herrchens Beinen vorbeistreift, markiert sie ihr Umfeld, indem sie Pheromone freisetzt. Pheromone sind Geruchsbotenstoffe, die zur „chemischen Kommunikation“ zwischen Artgenossen dienen. Das Besondere an solchen Botenstoffen ist, dass sie im Gegensatz zu Gerüchen eher unbewusst wahrgenommen werden und die Gefühlswelt des Tieres beeinfl ussen. Nicht nur durch die Nase gelangen Pheromone an den Adressaten, sondern es gibt ein ganz spezielles Organ, das für die Erkennung dieser Botenstoffe zuständig ist: das Jakobson’sche Organ (J.O.). Kommt es zum Einsatz, „fl ehmt“ das Tier. Katzenhalter kennen den Anblick vom schnüffelnden und leise schmatzenden Kater, der aufblickt, das Mäulchen halb offen, so dass die Zunge zu sehen ist. Das J.O. ist ein winziger Kanal zwischen Nase und Mundhöhle, gespickt mit Rezeptoren. Hier besteht ein „direkter Draht“ zum Limbischen System, dem Zentrum für Emotionen. In der Kleintiermedizin werden Pheromone synthetisch hergestellt und eingesetzt, um bei Tieren Angst und Stress zu lindern, z.B. im Transportkorb, bei Umzügen, zum Jahreswechsel oder wenn ein neues Tier ins Haus einzieht. Auch neurotische Störungen wie Leck-Ekzeme oder Unsauberkeit können mit Pheromonen behandelt werden. Ihr Tierarzt berät sie gerne.

Zahn-Kontrolle und Zahn-Pflege

Gesunde Zähne sind auch bei Haustieren von zentraler Bedeutung. Generell sollte das Gebiss des Hundes von Anfang an regelmäßig von einem Tierarzt kontrolliert werden, gerade nach dem Zahnwechsel des Junghundes kann so rechtzeitig erkannt werden, ob eventuell verbliebene Milcheckzähne gezogen werden müssen. Die Zahnprobleme, unter denen Hunde leiden, sind dabei nicht so viel anders als bei uns Menschen: Futterreste bleiben an den Zähnen haften und bieten Bakterien optimale Bedingungen, sich zu vermehren. Ein weicher Bakterienbelag, die Plaque, entsteht auf den Zähnen, daran heften sich mineralische Substanzen aus dem Speichel an. Dies wiederum führt zur Entstehung des harten und sichtbaren Zahnsteins. „Die Bakterienbeläge können zu einer leichten Zahnfl eischentzündung (Gingivitis) führen, die im weiteren Verlauf immer schlimmer wird. Von einer Parodontitis spricht man, wenn als Folge die Verbindung zwischen Zahn und Zahnbett zerstört wird, sich das Zahnfl eisch zurückbildet und die Zähne locker werden“, erklärt Dr. Thomas Steidl vom Ausschuss für Kleintiere der Bundestierärztekammer. Da sich gleichzeitig auch Taschen im Zahnfl eisch bilden, in denen sich Bakterien ansiedeln, kommt es zu starkem Mundgeruch. Richtig gefährlich kann es werden, wenn diese Bakterien in den Blutkreislauf gelangen, denn Herz- oder Nierenprobleme können die Folge sein. Doch Hundebesitzer können vorbeugen: Durch regelmäßiges Putzen der Zähne mit einer speziellen Zahnbürste oder einem weichen Fingerling und Hundezahnpasta können die noch weichen Beläge entfernt werden. In der Regel reicht das Bürsten der Zahnaußenseiten. Auch durch die Gabe von fester Nahrung, Kauknochen und speziellen Zahnpflegesticks kann man die Gesundheit der Zähne unterstützen.

Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle ist jedoch auch bei guter Pfl ege sehr wichtig. Wenn eine so genannte Zahnsanierung, die Entfernung hartnäckigen Zahnsteins mit Ultraschall oder – falls erforderlich – das Ziehen einzelner Zähne erfolgen muss, macht der Tierarzt das unter Vollnarkose. Bitte unbedingt beachten: Zahnsanierungen durch Laien, z. B. in Hundesalons oder durch sogenannte Tierheilpraktiker, sind unprofessionell, gegebenenfalls sogar gesundheitsschädlich oder tierschutzrelevant! Übrigens schadet auch ungeeignetes Spielzeug den Hundezähnen: Die Glasfasern, aus denen der wollige Überzug von Tennisbällen besteht, reibt den Zahnschmelz ab wie Sandpapier und kann vor allem die Eckzähne nachhaltig schädigen.

Tolle Tricks für kleine Hunde

Wäsche sammeln, Hunde-Handstand oder Elfmeter: Zahlreiche kreative Ideen liefert das Buch „Kleine Hunde richtig beschäftigen“. Pfi ffi ge Tricks und kleine Kunststücke für kleine, pfi ffi ge Hunde erklärt der Autor David Keulert. Zwar ist das Endergebnis vorzeigbar und immer ein Applaus wert, dennoch: Ziel ist es, dass Mensch und Hund gemeinsam ein Lernziel erarbeiten. Das fördert die Beziehung zueinander und sorgt für Auslastung. Denn: Auch kleine Hunde wollen beschäftigt werden, suchen die Herausforderung und lieben es, etwas zu erarbeiten. Das Praktische: Der Ratgeber liefert Tricks und auch Spielideen, die bei jedem Spaziergang ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Das Buch soll vor allem eine kreative Hilfe sein, viele Beispiele aufzeigen und einen Eindruck vermitteln, wie viel Spaß das Leben mit einem Hund machen kann, wenn dieser sinnvoll beschäftigt wird.

Untergrund für Katzen

Ich verstehe gar nicht, was das soll: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass viele Leute, die Tiere haben, gefl ieste Böden besitzen? Warum ist das so? Ich für meinen Teil halte nicht viel von Fliesen – besonders nicht im Winter. Trotz der ersten Sonnenstrahlen und Frühlingsboten ist es so: Wenn ich von draußen hereinkomme – natürlich haben wir keine Fußbodenheizung (!) – ist der Boden im Wohnzimmer kälter als im Garten! Was ist das für ein Bodenbelag, der es uns Katzen nicht erlaubt, sich mal wieder zu strecken und zu fl ezen, ohne dass wir einen Kälteschock erleiden? Ach ja, dann gibt es ja noch so etwas Schönes, das die Menschen „Teppich“ nennen. Super Erfi ndung! Neulich hat Frauchen für uns so ein Ding angeschleppt. Ahhh, herrlich kuschelig – ein ganz anderes Lebensgefühl ist das! Aber verraten Sie mir eins: Warum fl iest man einen Boden und legt dann erst einen Teppich darüber??? Manchmal verstehe ich die Menschen nicht …

… Euer Elvis

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