Tierpunkt Mai 2018

Zahnfehlstellungen beim Kaninchen

„Mein Kaninchen isst nicht mehr richtig und hat Schwierigkeiten beim Kauen.“ Oftmals kommen Tierfreunde mit diesem Problem in die Tierarztpraxis. Die häufi gste Ursache sind Zahnprobleme bzw. Zahnfehlstellungen, die aber meist viel zu spät erkannt werden – nämlich erst dann, wenn der Kaninchenbesitzer mit einem kränklichen und abgemagerten Tier in die Praxis kommt. Durch Fehlstellungen der Backenzähne kommt es nicht mehr zum gleichmäßigen Abrieb der Oberund Unterkieferzähne. Es entstehen Zahnspitzen und -kanten (Treppenbildung). Da die Zähne stets wachsen, werden die Kanten immer größer. Verletzungen der Backenschleimhaut oder der Zunge sind die Folge. Zudem kann das Kaninchen die Zunge kaum bewegen – kein Wunder, dass dann die Futteraufnahme unmöglich wird. Ohne Behandlung würde das Kaninchen verhungern. Auch zu lang gewachsene Schneidezähne („Elefantenzähne“) behindern das Tier. Zusätzlich können sich Zähne lockern. Bakterien dringen ein, Abszesse entstehen. Fallen Zähne aus, hinterlassen sie tiefe Knochenhöhlen, die nur selten richtig verheilen. Die tierärztliche Kontrolle der Zähne und die Korrektur von Zahnfehlstellungen gehören daher zu einer unerlässlichen Gesundheitsvorsorge! Empfehlenswert ist es ebenso, das Tier ein Mal im Monat zu wiegen (Küchenwaage), um Veränderungen rasch zu bemerken. Genetische Faktoren können bei der Entstehung von Zahnfehlstellungen auch eine Rolle spielen. Aber überwiegend liegt der Grund in einer falschen Ernährung. Auch große Mengen harten Futters reichen für den Abrieb der Backenzähne nicht aus. Entscheidend ist die Reibung der Zähne aufeinander beim Kauvorgang. Das bedeutet für die Fütterung: vorwiegend Heu, Gemüse und Grünfutter. Ihr Kaninchen muss dann eine große Menge Futter pro Tag aufnehmen und auch zerkauen, um seinen Energiebedarf zu decken. So werden die Zähne optimal abgenutzt – anders als bei der Fütterung mit energiereichem Fertigfutter.

Schneckenkorn: Gefahr für Hund und Katze

Gerne wird in Gärten Schneckenkorn eingesetzt, um sich der lästigen Schädlinge zu entledigen. Auch auf Feldern wird es zuweilen eingesetzt. Doch wer Kleinkinder und Haustiere hat, sollte wissen, dass der Kontakt mit Schneckenkorn lebensgefährlich sein kann. Kleben die blauen Körnchen an den Pfoten, werden sie gerne abgeleckt. Manche Hunde fressen auch die tote Schnecke, die bereits das Gift in sich trägt. Entscheidend sind die Menge und die jeweiligen verwendeten Inhaltsstoffe sowie die körperliche Konstitution des Hundes oder der Katze. Es kommt also auf die Wirkstoffe im Schneckenkorn an. Beispielsweise können Metaldehyd und Methiocarb für Haustiere und Kleinkinder extrem gefährlich werden. Hingegen gilt Eisen(III)-phosphat als eher harmlos. Das Tückische: Obwohl Hersteller mit Bitterstoffen werben oder von schonend oder sogar von giftfrei sprechen, kann sich z.B. immer noch Metaldehyd zu einem Prozentsatz im Schneckenkorn befi nden. Es ist ratsam, als Tierfreund auf Schneckenkorn zu verzichten – insbesondere hinsichtlich der Toxizität. Bei einer Aufnahme oder einem Verdacht sollten Sie nicht zögern, direkt einen Arzt aufzusuchen. Es zählt jede Minute. Hat sich das Nervengift erst über den Darm im Körper verteilt, kann das Tier an Leber- und Nierenschäden sterben. Aktivkohle kann die Resorption im Magen-Darm-Trakt hemmen, doch nur der schnelle Tierarztbesuch ist lebensrettend. Mögliche Symptome der Vergiftung: Erhöhter Speichelfluss, Zittern, Krämpfe, gesteigertes Hecheln, Koordinationsstörungen, Fieber. Teilweise treten die Symptome auch erst verspätet auf. Unser Tipp: Greifen Sie lieber auf natürliche Maßnahmen der Schneckenbekämpfung zurück. Schaffen Sie z.B. ideale Bedingungen für Igel, Frösche und Eidechsen – die natürlichen Feinde der Schnecken.

Info-Websites Giftzentralen:

Kotabsatz der Katze: Symptome erkennen

Verantwortungsvolle Tierhalter haben ein Auge auf den Kotabsatz des Tieres. Zum einen kann Durchfall ein Indikator für diverse Erkrankungen sein, zum anderen sollte der Tierhalter auch bei ersten Anzeichen einer Verstopfung den Tierarzt zu Rate ziehen. Gerade bei älteren Katzen ist eine Verstopfung keine Seltenheit. Frühes Erkennen seitens des Tierbesitzers kann viel Leid und Geld sparen. Warten Sie allzu lange mit dem Tierarztbesuch, kann sich so genannter Steinkot bilden. Je länger der Kot im Darm verweilt, desto mehr Wasser wird ihm entzogen – er wird immer härter. Dieser Steinkot kann dann oft nur noch durch eine Operation aus dem Darm entfernt werden. Kommt die Katze hingegen rechtzeitig zur Behandlung, kann der Tierarzt den Kot auspülen. Generell hat die gesunde Katze einen festen Kot. Bedingt durch ihre Vorfahren, die aus Halbwüsten und Steppen stammen, entzieht der Körper dem Exkrement Wasser, um möglichst viel Flüssigkeit für den Organismus zu nutzen. Verstopfung ist für das Tier nicht nur quälend und schmerzhaft, sondern es kann neben dem Steinkot auch zur Erweiterung des Enddarms führen, was widerum den Kotabsatz erschwert. Die Ursachen für eine Verstopfung ermittelt der Tierarzt mit Ihnen gemeinsam. Möglich sind u.a. Beckenverformungen, Haarballen, Fremdkörper, Narben, Nervenschäden und auch psychische Probleme. Aber an erster Stelle stehen ein ungeeignetes Futter (Rohfasermangel), eine zu geringe Wasseraufnahme und zu wenig Bewegung oder die Kombination aus diesen Faktoren. Hier ist Ihre Absprache mit dem Tierarzt von großer Bedeutung.

Wichtige Maßnahmen

Stellen Sie mehrere Trinkquellen auf, z.B. Zimmerbrunnen, Glaskugeln mit Wasserpflanzen oder einfache Trinknäpfe. Hier müssen Sie ausprobieren, was dem Tier gefällt. Generell bevorzugen Katzen nicht an der Stelle zu trinken, wo sie fressen. Zusätzlich: Halten Sie Ihre Katze auf Trab – Spielen fördert und fordert Ihr Tier. Bewegung ist wichtig, damit der Darm nicht träge wird. Binden Sie die Spielmaus an den Faden und los geht‘s – am besten jeden Tag! Probieren Sie aus, mit welchem Spielzeug Sie Ihrem kleinen Tiger imponieren können. Das festigt auch die Bindung.

Welcher Hund passt zu mir?

Entscheidet man sich für einen Hund, ist es für ein gelungenes Zusammenleben entscheidend, sich vorweg über das Temperament und die genauen rassespezifischen Bedürfnisse des Hundes zu informieren. Welcher Hund passt zu mir? Gabriele Lehari porträtiert in ihrem Buch „400 Hunderassen von A-Z“ die beliebtesten Begleiter für alle Lebenslagen: für Familien mit Kindern, kinderlose Paare, Singles, Senioren, für ein Leben in der Stadt oder auf dem Land. Jede Rasse wird ausführlich und im Hinblick auf ihre Eigenschaften vorgestellt. Zuchtgeschichte und Haltungsansprüche der einzelnen Rassen werden beschrieben. Der Leser kann sich hier einen guten Überblick verschaffen und anhand von detaillierten Beschreibungen und rassetypischen Fotos die Rasse finden, die am besten zu ihm passt – von Affenpinscher bis Zwergschnauzer ist für jeden etwas dabei!

Klimaforscher unterwegs

Regen ist doch etwas Schlimmes, nicht wahr? Den „Mai-Regen“ schließe ich ein. Gras nass, Steine nass, Fell nass. Furchtbar! Wenn es regnet, habe ich einen schlechten Tag! Allein das Geräusch des Regens schreckt mich manchmal ab nach draußen zu gehen. Mein Nachbarskater winkt dann stets mit der Pfote ab. „Ach stell‘ dich doch nicht so an! Hört man genauer hin, klingt der Regen doch wie Applaus!“ Lachend verschwindet er dann im Gebüsch. Nein, nicht mein Fall. Mehrfach checke ich dann die Lage und sitze auf der Terrasse unterm Dach. Immer noch Regen. Kehrtwende. Kurz nachgedacht. Dann die Idee: Es gibt doch Klimazonen, die äußerst unterschiedlich sein können! Ich bin schon ein kluger Kater. Deshalb stolziere ich frohen Mutes zur Vorderseite des Hauses und warte dort an der Tür, bis mich hier jemand raus lässt. Die Vorderseite könnte doch trocken und sonnig sein! Andere Klimazone eben. Aber weit gefehlt. Auch hier regnet es. Schlechte Laune macht sich breit und ich gehe zurück ins Haus. Für meine Statistik überprüfe ich das jetzt regelmäßig – zum Leidwesen meines menschlichen „Türöffners“ :-).

… Euer Elvis

Ausgabe als PDF speichern