Tierpunkt November 2014

Richtig füttern: Hilfe für Wildvögel im Winter

Für Amsel, Sperling, Rotkehlchen, Meisen und viele weitere Vogelarten machen Eis, Schnee und gefrorene Böden die Futtersuche schwer. Dazu kommt, dass natürliche Nahrungsquellen gerade in Ballungsräumen und intensiv genutzten landwirtschaftlichen Gebieten immer weniger werden. Wichtig ist, dass die Artenvielfalt beim Füttern berücksichtigt wird. Denn die Geschmäcker sind durchaus verschieden: Während Sperling, Buchfi nk und Gimpel am liebsten Körner fressen, bevorzugen Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig weiche, eiweißhaltige Nahrung. Die Vogelarten bevorzugen unterschiedliche Futterplätze: Meisen zum Beispiel fressen gerne an hängenden oder frei schwingenden Futterquellen wie Meisenknödeln und -ringen. Finken und Sperlinge picken ihre Nahrung lieber in fest montierten Häuschen oder aus Futtersilos. Diese sollten wind- und wetterfest angebracht werden. Einige Vogelarten wie Amseln und Stare nehmen ihr Futter gerne vom Boden auf. Dafür sollte es nicht zu dicht an Hecken oder Büschen ausgelegt werden, da dort Katzen lauern könnten.

Die Tiere mit kleinen Mengen im Herbst an die Fütterung gewöhnen

Am besten wird mit kleinen Mengen Futter im Herbst begonnen, dann lernen die Vögel die Futterstellen bereits kennen. Danach sollte den ganzen Winter hindurch regelmäßig gefüttert werden, bis die Tage wieder wärmer werden. Da die Tiere die angebotene Nahrung nur in Ergänzung zu selbst gefundenem Futter nehmen, können sie im Frühjahr wieder auf die natürlich vorkommende Nahrung umsteigen. Um Krankheiten vorzubeugen, sollten die Plätze täglich von Resten und Kot gereinigt und mit frischem Futter und auch Wasser wieder aufgefüllt werden.

Leptospirose beim Hund – gefährliche Infektion

Retriever Benny macht einen matten Eindruck. Zur Sicherheit soll der Tierarzt Benny durchchecken. Weil er Erfahrung mit dieser Infektion hat, stellt er nach einer weiterführenden Blutuntersuchung Leptospirose fest. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, verursacht von den schnell unterschätzten Bakterien Leptospiren. Sie ist deshalb so bedeutsam, weil diese Erkrankung zu den Zoonosen gehört – das heißt, sie kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Für den Tierhalter ist es schwierig, eine Leptospirose im Anfangsstadium zu erkennen, da es nur unspezifi sche Symptome gibt. Möglich sind Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber. Doch die Krankheit ist lebensbedrohlich: Häufi g werden im weiteren Verlauf die Nieren geschädigt. Der Hund steckt sich über Wildtiere und deren Urin an. Die Bakterien Leptospiren können außerhalb eines Wirtstieres bei feuchtem und warmem Umfeld überleben. Zu fi nden sind sie deshalb sehr häufi g in allen stehenden Gewässern, insbesondere in Pfützen. Untereinander können sich Hunde durch Beschnuppern und Ablecken sowie über Bisse infi zieren. Oft wird Leptorspirose erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt, so dass sie trotz Behandlung z.B. aufgrund eines Nierenversagens oder eines Kreislauf-Zusammenbruchs tödlich enden kann. Nicht gegen alle Arten des Erregers, aber gegen einige bedeutsame Leptospiren- Arten gibt es einen Impfstoff für Hunde.

Herbst: Besondere Vorsicht vor Flöhen

Flöhe und Zecken sind nicht nur lästige Blutsauger, sie können sowohl auf Menschen als auch auf Tiere gefährliche Krankheiten übertragen. Erreger sind Viren, Bakterien oder Parasiten. Besonders kritisch ist der Herbst, wenn vor allem Flöhe auf der Suche nach Wärme sind. Zecken kennen ebenfalls keine Winterpause. Hunde und Katzen sollten deshalb auch in dieser Jahreszeit grundsätzlich auf Parasiten untersucht werden. Die wichtigsten in Deutschland vorkommenden Zecken sind Holzbock und Auwaldzecke. Seltener ist die Braune Hundezecke. Letztere vermehrt sich zumeist in Wohnungen und Häusern. Wichtige durch Zecken übertragene Krankheiten sind die Borreliose und die Babesiose, aber auch die Anaplasmose. Das Robert- Koch-Institut schätzt, dass bis zu jede dritte Zecke in Deutschland die Borreliose-Erreger in sich trägt. Eine Impfung steht nur für die Borreliose beim Hund, nicht aber für den Menschen zur Verfügung. Umso wichtiger ist es, die Hunde vor Zeckenbefall zu schützen und vorhandene Zecken möglichst schnell abzutöten. Für die Behandlung sollten ausschließlich für das Tier zugelassene und wirksame Ektoparasitika (äußerlich anwendbare Medikamente) angewendet werden – diese bekommen Sie in Ihrer Tierarztpraxis. Lassen Sie sich dort auf jeden Fall beraten.

Die Gefahr des dauerhaften Flohbefalls ist ebenfalls im Herbst am größten. Der beim Saugen abgesetzte Speichel kann es bei Hund und Katze zu starken allergischen Hautentzündungen, der sogenannten Flohspeichel- Allergie-Dermatitis (FAD), führen – wenige Flöhe reichen hier aus. Ohne tierärztliche Behandlung werden diese Hautwunden oft durch Bakterien oder Hefepilze besiedelt, sodass die Entzündung schließlich eitrig wird. Eine kontinuierliche Flohprophylaxe inklusive aller Kontakttiere im gleichen Haushalt hilft, die Situation in den Griff zu bekommen. Der Floh hat noch weitere Überraschungen im Gepäck wie beispielsweise Viren, Bakterien oder den Gurkenkernbandwurm Dipylidium caninum. Der Floh fungiert als Zwischenwirt. Schluckt der Hund bei der Fellpfl ege einen Floh, der eine Bandwurmlarve in sich trägt, entwickelt sich daraus im Dünndarm der erwachsene Bandwurm. Folglich ist bei einem Flohbefall immer an eine Bandwurminfektion zu denken. Eine Flohbekämpfung muss sowohl die erwachsenen Flöhe als auch Eier und Larven erfassen. Die Reinigung der Aufenthalts- und Lebensräume der Tiere ist ebenfalls ein Muss. Auch hier berät Sie Ihr Tierarzt.

Einfach selber machen!

DIY – „do it yourself“, der neue Trend zum Selbermachen, macht auch vor dem Hund nicht halt: Im GU Tier-Special „Selbstgemacht! Lieblingsstücke für den Hund“ fi nden Kreative 38 schöne Projektideen zum Nähen, Stricken oder Basteln. Gerade im Hinblick auf Weihnachten ist der Ratgeber empfehlenswert. Mit Designideen und Anleitungen von Profi s werden stylische Strickideen und tolle Kreativprojekte gezeigt, die einfach umzusetzen sind. Klare Anleitungen und Illustrationen machen das Nacharbeiten auch für Einsteiger leicht. Ob klassischer Ringelpulli, formschönes Sitzkissen oder einzigartiges Kauspielzeug – der Fantasie sind beim Selbermachen keine Grenzen gesetzt. Dank eines kompakten Einleitungsteils zu Stricken, Nähen und Häkeln haben auch Neulinge kein Problem mit der Umsetzung. Wie wäre es z.B. mit einem Hundeschlafsack für Kuschelnaturen, einem stylischen Zerrspielzeug für Aktive oder einer selbst gestalteten Leine?

Wo sind die Mäuse?

Es ist wie verhext: Seit Tagen habe ich keine einzige Maus gefangen! Okay, mein Revier beschränkt sich zwar nur auf unseren Garten, aber in den vergangenen Monaten hat sich regelmäßig ein kleines dummes Nagetier im Garten verirrt. Doch jetzt ist kein einziges weit und breit zu sehen! Sollten die winzigen Gesellen dazu gelernt haben? Sind sie intelligenter geworden oder haben sie sich gar abgesprochen? Ich weiß es nicht. Meine kätzische Mitbewohnerin hat dafür nur ein müdes Lächeln übrig. Sie meint, ich könne die Mäuse neuerdings nicht richtig aufspüren – Elvis wird alt! Ha, ha – so weit ist es noch lange nicht! Vielleicht gehen die Viecher ja in den Winterschlaf! Jedenfalls bedeutet mein Misserfolg nicht, dass ich verhungern muss. Übrigens sei an dieser Stelle gesagt, dass Mäuse überhaupt nicht schmecken! Da lobe ich mir doch ein ordentliches Stück Rindfl eisch, leckeren Tunfi sch und dieses schmackhafte Dosenfutter aus Herz und Leber …

… Euer Elvis

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