Tierpunkt Oktober 2017

Falsches Laufrad kann Schmerzen verursachen

Vorsicht bei der Wahl des Laufrades: Hamster sind äußerst aktive Tiere – sie wühlen, buddeln und laufen. In einem artgerechten Hamstergehege, in dem der Hamster viel Platz (zirka zwei Quadratmeter) hat und abwechslungsreiche Beschäftigung, wird das Laufrad zweitrangig. Dennoch rennen die Tiere ganz gerne darin. Aber seien Sie sorgsam bei der Wahl eines Laufrades, denn viele im Handel erhältliche Modelle sind ungeeignet und sogar gesundheitsschädlich für die kleinen Tiere.

Wie sollte ein Laufrad aussehen?

Der optimale Durchmesser für ein Goldhamsterlaufrad sollte zirka 30 cm betragen. Denn die meisten Räder sind zu klein, so dass es zu einer starken Verkrümmung der Wirbelsäule kommt oder sogar zu Bandscheibenvorfällen. Die Lauffl äche sollte eine Struktur aufweisen, damit der Hamster Halt fi ndet. Gitter am Laufrad sind gefährlich. Die kleinen Füße können sich darin verfangen. Die Lauffl äche muss geschlossen sein, die Einstiegsseite ganz offen. Übrigens: Haltestreben bei handelsüblichen Laufrädern aus Metall führen zu Verletzungen. Hämatome oder Rippenbrüche sind möglich. Am besten ist das Rad an der geschlossenen Seite aufzuhängen. Achten Sie auch darauf, dass das Laufrad ein gutes Kugellager hat, damit es nicht nach einiger Zeit eiert. So genannte Hamsterkugeln, geschlossene Behältnisse, in denen der Hamster laufen soll, sind nicht artgerecht und nur eine Qual für das eingeschlossene, verängstigte Tier.

Abwechslung statt Marathon

Denken Sie daran: Hamster sind kleine Abenteurer – das brauchen sie zum Glücklichsein. Ein Hamster sollte deshalb viel Platz und ein abwechslungsreiches Umfeld bekommen, wo er wühlen, entdecken und sich verstecken kann. Ein Laufrad ersetzt kein artgerecht eingerichtetes Gehege! (siehe Buchtipp)

Nierenschwäche früh genug erkennen

Ältere Katzen neigen zur Niereninsuffi zienz. Tierhalter bemerken die Erkrankung oft zu spät, so dass die Nieren bereits unheilbar geschädigt sind. Erst wenn ca. 70 Prozent des Nierengewebes zerstört sind, treten die ersten Anzeichen der Erkrankung auf. Speziell bei Katzen bleibt die Niereninsuffi zienz lange verborgen. Selbst eine vermehrte Wasseraufnahme oder häufi ger Urinabsatz sind keine zwingenden Symptome. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle, bei Katzen ab dem siebten Lebensjahr, von enormer Bedeutung. Die Nierenerkrankung lässt sich mit Hilfe von Harnanalyse, Harnkultur sowie einem vollständigen Blutbild erfassen. Urea und Creatinin sind hier bedeutsame Werte. Diese Substanzen werden in der Regel über den Urin ausgeschieden. Verbleiben sie vermehrt im Blut, ist das ein Indiz der Funktionsstörung der Niere. Zur Diagnostik können auch Röntgen, Ultraschall oder Nieren-Biopsie hinzugezogen werden. Tierärzte unterscheiden zwischen akuter Niereninsuffi zienz (z. B. nach Aufnahme von Giften) und chronischer Niereninsuffi zienz. Zwar können auch jüngere Tiere chronisch erkranken, dennoch trifft es eher ältere Tiere. Wird die Dysfunktion früh genug erkannt, kann der Tierarzt Maßnahmen ergreifen, die zum einen nicht so aufwändig sind wie umfangreiche Therapien für ein schwer krankes Tier. Zum anderen kann die Katze bei gleichbleibender Lebensqualität alt werden. Für Tierhalter nierenkranker Katzen gibt es in Tierarztpraxen auch eine umfangreiche Futterberatung.

Nach dem Urlaub ist ein Check ratsam!

Nach der Reisezeit hat man das eine oder andere Reisesouvenir im Gepäck – leider oft eines der unangenehmen Art: Parasiten, die der mitreisende Hund sich am Urlaubsort „eingefangen“ hat. So beispielsweise Leishmanien, winzige Einzeller, die von Sandmücken mit dem Stich übertragen werden. Und: Das größte Risiko gab es im September zur Hauptfl ugzeit der Sandmücken. „Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine der wichtigsten aus dem Ausland importierten Parasitosen. Für den Hund ist es eine schwere Erkrankung, die häufi g tödlich verläuft. Das Tückische ist, dass zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit vier Wochen bis mehrere Jahre liegen können“, erklärt Dr. Thomas Steidl vom Ausschuss für Kleintiere der Bundestierärztekammer. Die Leishmaniose ist an das Verbreitungsgebiet der Sandmücken gebunden, das im südlichen Europa liegt. Mitreisende Hunde, z.B. nach Süditalien, Griechenland oder Spanien, sollten mit Spot-on-Präparaten behandelt werden, die auf die Haut des Tieres aufgetragen werden. Hiermit minimiert man das Risiko. Wenn Sie also nach einer Reise ins südliche Europa Ihren Hund mit eher unspezifi schen Symptomen wie Gewichtsverlust, Apathie, Schwäche und auffällig geschwollenen Lymphknoten dem Tierarzt vorstellen, könnte Leishmaniose die Ursache sein.

Tierärzte unterscheiden dabei zwischen der Hautleishmaniose und einer Form, bei der die inneren Bauchorgane befallen werden. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und gehen oft mit Leberund Milzvergrößerung, Haarausfall oder Hautgeschwüren einher. Auch chronische Ekzeme und Haarausfall auf dem Nasenrücken, an den Ohrenspitzen und Brillenbildung um die Augen können auftreten. Die Tiere magern oft ab. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser fürs Tier: Zwar ist eine Heilung der Leishmaniose nicht möglich, dennoch kann der Tierarzt therapeutische Maßnahmen ergreifen.

Ideen für die Hamster-Welt

Damit der kleine putzige Kerl gesund bleibt, sollte er sich auf jeden Fall in seiner kleinen Welt wohl fühlen. Und dabei ist es nicht schwer, aus einem notdürftigen Hamsterheim ein Hamsterparadies zu zaubern. Mit selber gebasteltem und -gebautem Zubehör, welches nicht teuer sein muss. In ihrem Ratgeber „Hamsterheime mit Pfi ff“ hat die Autorin Christina Manuela Frey jede Menge praktische Tipps, Bastelanleitungen rund um die Gestaltung und Einrichtung artgerechter Hamsterheime parat. Schließlich lieben Hamster es, zu laufen, buddeln und klettern. Übersichtlich zeigt die Expertin, wie Sie diesen Ansprüchen bei der Gehegegestaltung gerecht werden können. Ob Eigenbau, Auslauf, Häuschen, Brücken oder Rampen – mit etwas Geschick ist fast alles selber zu bauen. Praktische Tipps zur Auswahl der richtigen Materialien und einer sicheren Verarbeitung helfen dabei.

„Pole-Position“ des Katers

Jetzt fängt das ungemütliche Wetter an. Sowohl Mensch als auch Katze ist dann wieder viel lieber auf der Couch und in der Nähe der geliebten Heizkörper und Wärmfl aschen. Das ist die Zeit, wo ich Frauchen abends öfter im Lesesessel vorfi nde. Auch auf der Couch bei laufendem Fernseher ist mein Mensch dann wieder anzutreffen. Ja, für mich ganz praktisch, nutze ich doch gerne Bauch und Brust als weiche sowie warme Unterlage für meinen Luxuskörper! Meine absolute Spezialität ist die Positionierung, denn meinen hübschen, fl auschigen Körper muss ich erst ein paar Mal um die eigene Achse drehen. Dabei achte ich darauf, dass möglichst viel Fell das menschliche Gesicht berührt. Damit auch Frauchen auf jeden Fall mitbekommt, dass der Kater sich jetzt platziert. Dabei habe ich ein Talent, dass weder das Lesen noch das TVSchauen möglich ist. Wenn ich richtig gut bin, gelingt es mir sogar eine Liegeposition auf Frauchens Lektüre, so dass die Dame das Buch nicht mehr umblättern kann. Flexibel bin ich auch, denn: Im Falle eines Spielfi lms lege ich mich möglichst an den Hals, damit das Schauen schwierig wird … Aufmerksamkeit gesichert!

… Euer Elvis

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