Zecken als Krankheitsüberträger

Zecken als Krankheitsüberträger

Zecken sind potentiell eine Gefahr für Mensch und Tier. Sie sind ab +8°C aktiv und kommen daher in Deutschland von Ende Februar bis Mitte November vor. Hierzulande sind besonders häufig:

  • die braune Hundezecke
  • der Holzbock
  • die Auwaldzecke

Zecken beißen sich mit Vorliebe an weniger behaarten Körperteilen fest und saugen das Blut des Wirtes. Der Zeckenbiss verursacht eine kleine Wunde, die sich infizieren kann, insbesondere bei unsachgemäßer Entfernung des Parasiten.

Infektionskrankheiten

Während des Saugaktes der Zecke kann sie durch ihren Speichel eine Vielzahl von Infektionskrankheiten übertragen, die sehr schwer und tödlich verlaufen können. Für den Menschen spielen insbesondere die Borreliose und FSME eine große Rolle, bei unseren Haustieren in Deutschland sind es überwiegend folgende Erkrankungen:

  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • Babesiose
  • Hepatozoonose
  • Borreliose

Vorsorge

Untersuchen Sie Ihr Haustier täglich auf Zecken und sammeln Sie diese sofort ab. Damit senken Sie das Infektionsrisiko für die von Zecken übertragenen Erkrankungen. Als weiteren Schutz empfehle ich das Auftragen von repellierenden Spot-on-Präparaten oder Zeckenhalsbändern, die eine Wirkung von ca. sechs Monaten haben. Ich rate davon ab, Knoblauchtinkturen und ähnliche freiverkäufliche Präparate aus dem Zoohandel zu kaufen, da ihre Schutzwirkung fraglich ist.

Wirkungsweise und Wirkdauer der Spot-on Präparate

Einige Spot-on-Präparate, die von mir empfohlen werden, enthalten Permethrin. Für Katzen ist der Wirkstoff hochgiftig und darf bei ihnen nicht eingesetzt werden! Vermeiden Sie am Tag der Applikation den Kontakt von Ihrer Katze zu Ihrem Hund, da es keinesfalls abgeleckt werden sollte.

Permethrin tötet Zecken und Flöhe ab und hat zusätzlich den großen Vorteil, dass es eine abschreckende Wirkung auf Ektoparasiten hat. Dieser repellierende Effekt verhindert das Saugen von Blut und damit auch die Übertragung von Krankheitserregern durch Zecken oder Stechmücken. Vergleichbar mit einer heißen Herdplatte verlassen die Parasiten fluchtartig Ihren Wirt, sobald sie den Wirkstoff wahrgenommen haben. Das Medikament wird äußerlich angewendet und verteilt sich nur in den oberen Hautschichten, da es stark lipophil ist. Eine Aufnahme ins Blut findet nicht statt und daher ist es gut verträglich. Das Präparat ist wasserunlöslich und -abweisend, so dass Ihr Hund generell auch baden gehen kann. Die natürliche Erneuerung der obersten Hautschichten dauert beim Hund etwa 3 – 4 Wochen. Nach Ablauf dieser Zeit ist das Spot-on-Präparat schlicht und einfach herausgewachsen und muss erneut im Nacken oder an der Schwanzwurzel des Haustieres aufgetragen werden.